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Belecker Sturmtag

Auch in Corona-Zeiten wird am Belecker Sturmtag geböllert - aber ohne Besucher

Kultur- und Heimatverein Badulikum setzt jahrhundertealtes Böller-Brauchtum ohne Öffentlichkeit fort / Besuch des morgendlichen Hochamtes erwünscht

Der Belecker Sturmtag erinnert seit Jahrhunderten an den vergeblichen Versuch marodierender Soester Horden zu Zeiten der Soester Fehde, im Jahre 1448 die Stadt Belecke zu plündern. Der erfolgreichen Abwehr wird bis auf den heutigen Tag alljährlich durch das morgendliche viertelstündliche Böllern am Mittwoch vor Pfingsten von 05:00 Uhr bis 08:00 Uhr und einen Gottesdienst erinnert. Daran soll auch im Jahre 2020 festgehalten werden - wenn auch ganz anders, als es die Belecker Bürgerschaft und ihre zahlreichen Gäste gewohnt sind. Denn im "Corona-Jahr 2020" wird das Böllern ohne jede Öffentlichkeit stattfinden müssen. Hans-Jürgen Raulf, Vorsitzender des Kultur- und Heimatvereins Badulikum e. V. (KuH), erklärt mit seinen Kollegen aus dem geschäftsführenden Vorstand: "Unser Brauchtum ist uns wichtig. Daher wollen wir den Sturmtag nicht ausfallen lassen. Wir bitten aber um Verständnis, dass das Böllern umständehalber in diesem Jahr unter Ausschluss der Öffentlichkeit geschehen muss. Wir versichern, dass der KuH mit seinen Untergliederungen diesen Vormittag so würdevoll wie möglich trotz der Einschränkungen begehen wird."

Zum traditionellen "Sturmhochamt", in diesem Jahr von Pastor Ralf Hubert Bronstert um 08:00 Uhr zelebriert in der Heilig Kreuz-Kirche, sind alle Stadtvertreter, die Belecker Vereinsvertreter und die Bevölkerung dagegen herzlich eingeladen. Noch einmal Hans-Jürgen Raulf: "Wir haben uns an die früheren Jahre erinnert, wo das "Sturmhochamt" stets am Vormittag - sogar zu noch früherer Uhrzeit - zelebriert wurde. Daran wollen wir in diesem Jahr anknüpfen."

Die gemeinsame Sturmtagsfeier am Abend muss wegen der aktuellen Beschränkungen in diesem Ausnahmejahr gänzlich ausfallen.

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