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Dorferneuerungsprogramm

Familie Schulte aus Westendorf erhält Förderung

Peter, Jessica und Annabelle Schulte stolz vor ihrem ortsbildprägenden Fachwerkhaus in Westendorf. Eine 35-prozentige Landesförderung hilft bei der Erneuerung des Daches

Die ländlichen Räume in NRW mit ihren zahlreichen Dörfern sind Heimat, Lebens- und Wirtschaftsräume für nahezu die Hälfte der Einwohner des Landes, heißt es in der Einleitung zum NRW-Förderprogramm "Dorferneuerung". Von dieser Unterstützungsmöglichkeit hat jetzt die Familie Schulte in Warstein-Westendorf Gebrauch gemacht: Aktuell baut sie den Familien-Gutshof um. Das Land fördert die Instandsetzung des Daches zu 35 Prozent.

"Bis vor Kurzem hat mein Vater auf dem Hof noch Landwirtschaft betrieben. Doch er musste aufgegeben, weil der Weiterbetrieb nur mit einer erheblichen Vergrößerung möglich gewesen wäre", so Peter Schulte. Er und seine Frau Jessica sowie die 6 Monate alte Tochter Annabelle sind erst kürzlich in die Heimat zurückgekehrt. Zunächst überlegten sie, selbst ein Haus zu bauen. Doch der Wunsch, das schöne charakteristische Haus zu erhalten, überwog.

Die Familie Schulte wandte sich an die Stadt Warstein, um zu ergründen, was möglich ist. Schulte: "Herr Günther Werner aus dem Bauamt machte uns den Vorschlag, eine Umnutzung vorzunehmen, und hat uns dabei beraten." Die Möglichkeit einer Landesförderung kam Familie Schulte dann sehr gelegen, denn: "Die Renovierung ist angesichts der großen Dimensionen der Gebäude sehr aufwändig - unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten müsste man die Finger davon lassen!"

Das Fachwerkhaus der Familie Schulte steht am Ortseingang von Westendorf. Die Nutzung des Hofes geht zurück bis in die Zeit des Deutschritterordens, der am Schloss Mülheim angesiedelt war, und ab dem 12. Jahrhundert Höfe verpachtete, die zur Versorgung dienten. Die Gebäude auf dem Gelände wurden immer wieder abgerissen und durch neue ersetzt, so dass das Fachwerkhaus aus dem Jahr 1846 ist, die Stallung aus 1863. "Die Gebäude stehen nicht unter Denkmalschutz. Darüber sind wir ganz froh, sonst würde die Sanierung jeglichen Kostenrahmen sicher sprengen", so Schulte. Förderfähig war das Projekt mit dem Dorferneuerungsprogramm in der Kategorie "Erhaltung von ortsbildprägenden Gebäuden".

Grundlegendes Ziel des Förderprogramms ist, durch investive Maßnahmen Orte und Ortsteile von bis zu 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern mit ihren Siedlungsstrukturen als Lebens-, Arbeits-, Erholungs-, Kultur- und Naturräume für Menschen zu sichern und zu entwickeln. Das Förderprogramm steht sowohl Kommunen als auch Privatpersonen offen. "Den Antrag haben wir bei der Stadt Warstein abgegeben, die ihn an die Bezirksregierung Arnsberg weiterleitet hat. Nach etwa einem halben Jahr kam der Bescheid, dass unsere Maßnahme förderfähig ist. Jetzt gilt es, die Maßnahme bis Ende 2021 umzusetzen", so Peter Schulte.

Insgesamt wird die Familie noch lange mit den Umbauarbeiten beschäftigt sein, zumal es ihr an Ideen nicht mangelt, wie Schulte betont: "Wir sind direkter Nachbar des Skywalks, deshalb überlegen wir, ungenutzte Gebäude in Richtung Tourismus zu nutzen oder für solche Dinge zu öffnen. Auch da hoffen wir wieder auf eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt Warstein." Diese Zusammenarbeit wurde von der Stadt bereits zugesagt.

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