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Gräueltaten des Krieges nicht vergessen: Gedenkfeier wird nachgeholt

Foto: G. Schmitz

„Erinnerung ist eine Schatzkammer. Sie bewahrt uns die Angedenken der Tugend wie Kostbarkeiten auf“ – das Zitat des deutsch-jüdischen Dichters Julius Rodenberg (eigentlich Julius Levy) ziert die gelb-blau bepflanzte Blumenschale, die am Samstag von Bürgermeister Thomas Schöne und Ortsvorsteher Dietmar Lange am „Melkeplätzchen“ gemeinsam niedergelegt wurde.

„Man darf auch in solchen Zeiten, wie wir sie derzeit erleben, nicht die Gräueltaten des Krieges vergessen“, erinnerte Schöne an die 208 Menschen die vor 75 Jahren von der „Division zur Vergeltung“, einem gefürchteten Verband aus Mitgliedern der Wehrmacht und der Waffen-SS, im Arnsberger Wald zwischen Warstein und Meschede ermordet worden waren.
Die nach dem Krieg dort errichteten Gräber waren 1964 auf den Waldfriedhof „Fulmecke“ in Meschede umgebettet worden. 1992 wurde am „Melkeplätzchen“ schließlich wieder ein Gedenkstein aufgestellt, 1996 folgte das Kreuz, das bis dato am Hohlen Stein platziert war und einst von Kriegshinterbliebenen dort errichtet worden war.

Bereits vor fünf Jahren hatte im Langenbachtal erstmals wieder eine Gedenkfeier stattgefunden. Aufgrund der aktuellen Lage ist die Gedenkfeier verschoben. Die Niederlegung eines Blumengebindes am Samstag schloss mit stillen Gebeten für die Verstorbenen und der Bitte für mehr Verantwortung für diese Welt.

Mit freundlicher Genehmigung Soester Anzeiger/Gabi Schmitz

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