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"Herzsicheres Warstein"

Projekt "Herzsicheres Warstein" soll für flächendeckende Versorgung mit Defis in der Stadt Warstein sorgen

1. Beigeordneter Stefan Redder und Alexa Senger, Vorsitzende der Stiftung Maria Hilf Warstein, freuen sich über den Zuwendungsbescheid der Bezirksregierung Arnsberg für das Projekt "Herzsicheres Warstein" Foto: Stadt Warstein

Rein statistisch gesehen sterben jährlich 32 Menschen in der Stadt Warstein an plötzlichem Herztod. Mit dem rechtzeitigen Einsatz eines Defibrillators (Defi) könnten viele von ihnen gerettet werden. Deshalb hat die Stadt Warstein im Rahmen des  Projekts "Herzsicheres Warstein" LEADER Fördergelder beantragt, mit denen an mindestens zwölf Standorten im Stadtgebiet öffentlich zugängliche Defis installiert werden sollen. Jetzt ist der Zuwendungsbescheid für die Projektförderung eingetroffen.

Sieben Partner tragen das Projekt "Herzsicheres Warstein", das bereits 2019 erarbeitet wurde, dessen Umsetzung sich allerdings durch das Pandemiegeschehen verzögert hat: Neben der Stadt Warstein gehören dazu das Krankenhaus Maria Hilf, die Stiftung Maria Hilf Warstein, der DRK-Ortsverein Warstein, der Malteser Hilfsdienst, die Rettungsleitstelle des Kreises Soest und der DefiNetz e.V. "Bei dem Projekt ,Herzsicheres Warstein' kommt der Stiftung Maria Hilf eine besondere Rolle als Initiator und Motor zu", betont 1. Beigeordneter und Stadtkämmerer Stefan Redder. Das Projekt der flächendeckenden Ausstattung mit öffentlich zugänglichen Defis sei in diesem Umfang nur mit Fördergeldern möglich: benötigt werden insgesamt 34.077 Euro. Die Förderung beträgt fast 22.700 Euro, verteilt auf 2020 und 2021. Redder bedankt sich auch bei den beiden Regionalmanagerinnen Pia Weischer und Kathrin Hustig-Bockholt für die Unterstützung bei der Antragstellung.

Öffentliche Defi-Standorte gibt es bereits in den Ortsteilen Hirschberg, Allagen, Sichtigvor und Niederbergheim. Weitere sollen mit der Förderung zunächst im Gemeindehaus Suttrop, im Europa-Gymnasium Warstein, in der Lioba-Grundschule Warstein, im Feuerwehrhaus Mülheim, im Rathaus Warstein, in der Sekundarschule in Belecke, am Sportheim Warstein, im Sportlerheim in Allagen sowie im Feuerwehrhaus in Waldhausen entstehen. Darüber hinaus sollen regelmäßige Schulungen in der Nutzung eines Defis für Jung und Alt durchgeführt werden.

"Auch im Sport - insbesondere im Breitensport - kommt es immer wieder zum plötzlichen Herztod. Es bedarf nur weniger Handgriffe und der Anwendung eines Defis. Beides ist sehr einfach zu erlernen, und die Befürchtungen, etwas falsch zu machen, sind völlig überflüssig", unterstreicht Alexa Senger, Vorsitzende der Stiftung Maria Hilf. Aus diesem Grund sei es auch wichtig, das Thema öffentlich zu machen und die Bürgerschaft für das Thema zu sensibilisieren, beispielsweise bei Veranstaltungen wie den Weihnachtsmärkten. Alexa Senger: "Die Menschen sollen wissen, wozu es einen Defi gibt, wie er eingesetzt werden kann und wo man ihn in der Stadt Warstein findet. Sie sollen selber mit einem Defi umgehen und ihn im Notfall auch einsetzen können." Sie ruft zudem dazu auf, dass auch Unternehmen, Firmen und Dienstleister ihre bereits existierenden Defis öffentlich zugänglich machen.

Die Standorte der Defis werden unter anderem über www.definetz.com veröffentlicht.

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