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Laubkörbe

Stadt Warstein beginnt das Projekt Laubkörbe

Betriebshofleiter Ingo Schaup, Fachbereichsleiter Matthias Seipel, Ausschussvorsitzender für Bauen und Digitales Erwin Koch und Ortsvorsteher Dietmar Lange (v.l.) starten gemeinsam das Modellprojekt „Laubkörbe“. Foto: Sabrina Schrage

Im Vorgriff auf die Erstellung eines umfassenden „Konzeptes zur Entwicklung von nachhaltigen Baumstandorten“ startet zu Beginn der Herbstferien 2020 das Modellprojekt „Laubkörbe“ unter Federführung des Betriebshofes. Dabei werden an einzelnen Standorten in allen Ortsteilen große Laubkörbe aufgestellt. Hierin kann dann Laub von städtischen Straßenbäumen der unmittelbar angrenzenden Bereiche entsorgt werden.

Die Standorte wurden u. a. durch Hinweise der Ortsvorsteher unter der Prämisse ausgewählt, das hier aufgrund der Anzahl und Größe der Bäume üblicherweise extreme Laubmengen anfallen. Die Laubentsorgung der sonstigen Bereiche ist über die bekannten Entsorgungswege
- eigener Kompost,
- Grüne Tonne oder
- Nutzung der gebührenfreien Entsorgungsmöglichkeit am Wertstoffhof Lobbe (Aktion vom 10. Oktober bis 21. November)
abzuwickeln.

„Grundsätzlich“, so der zuständige Fachbereichsleiter Matthias Seipel, „ist das Laub der privaten aber auch der Straßenbäume aufgrund der Straßenreinigungssatzung durch die Anlieger zu beseitigen. Wir können aber auch nicht die Augen davor verschließen, dass die Verteilung von kommunalen Straßenbäumen in Anzahl und Größe im Stadtgebiet sehr unterschiedlich ist, und dass dadurch teils erhebliche, ungleiche Belastungen der Anlieger entstehen. Der demographische Wandel mit einer immer älter werdenden Bevölkerung tut sein Übriges.“

Der Modellversuch soll in Abhängigkeit von der Witterung bis in den Dezember dauern und wird anschließend ausgewertet. Erste Ergebnisse sollen im nächsten Ausschuss für Bauen und Digitales vorgestellt werden.

Das Gesamtkonzept zur Entwicklung von nachhaltigen Baumstandorten soll das mit der Politik abzustimmende Ziel verfolgen, mittel- bis langfristig die Verteilung und Intensität städtischer Straßenbäume so weiter zu entwickeln, dass eine möglichst gleichmäßige und zumutbare Situation für Alle entsteht. Dabei sollen ökologische, städtebauliche und betriebliche Aspekte wie Standort-/Entwicklungsbedingungen, Klimafolgenanpassung, und Pflegeaufwand berücksichtigt werden.
Noch einmal Matthias Seipel: „Ich bitte um Verständnis, dass eine flächendecke Einführung von Laubkörben aufgrund der städtischen Haushaltssituation nicht möglich ist. Bis zur Zielerreichung kann das Laubkorbkonzept in Brennpunkten aber sicherlich eine sinnvolle und solidarische Begleitmaßnahme darstellen. Wichtig dabei ist, dass die Laubkörbe tatsächlich nur für den beschriebenen Zweck der örtlichen Laubentsorgung (keine Gartenabfälle, kein Strauchschnitt etc.) genutzt und nicht zweckentfremdet werden“.

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