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Fahrradgipfel

Fahrrad wird zum Verkehrsmittel der Wahl für kurze Alltagsfahrten und im naturnahen Tourismus

Foto: Schöne (v. l. n. r.): Erwin Koch, Hubertus Jesse, Elke Ibing, Jeroen Tepas, Rita Cordes, Franz Wiese und Matthias Seipel

Umfangreiches Maßnahmenpaket als Ergebnis des 1. Fahrradgipfels der Stadt Warstein

Nicht weniger als 53 Maßnahmen standen bereits in der Projektliste "Fahrradfreundliche Stadt Warstein", als sich heute die Teilnehmer des "1. Fahrradgipfels der Stadt Warstein" trafen. "Am Ende haben wir die Liste auf über 60 erweitert, denn es sind so viele wertvolle Ideen aufgekommen", erklärte Bürgermeister Thomas Schöne, der zu diesem Gipfel nach dem jüngsten ADFC-Fahrradklima-test eingeladen hatte. "Wir prüfen alle Anregungen und machen uns - wenn möglich - umgehend an die Umsetzung."

Ein Fokusthema der Stadt Warstein ist in diesem Jahr Fahrradtourismus - womit nicht nur Gäste und Touristen gemeint sind, sondern in besonderem Maße auch Bürgerinnen und Bürger. "Radfahren hat in Zeiten von E-Bikes hier im bergigen Sauerland einen anderen Stellenwert bekommen: Das Fahrrad wird zunehmend zu einem wichtigen Verkehrsmittel auch für kurze CO2-freie Alltagsfahrten. Dem möchten wir mit unserer Verkehrsinfrastruktur Rechnung tragen - und dabei haben wir alle neun Ortsteile im Blick", erläutert Matthias Seipel, Leiter des Fachbereichs Infrastruktur bei der Stadt Warstein.
Um die Veränderungen mit möglichst umfassender Expertise durchführen zu können, veranstaltete die Stadt einen Fahrradgipfel, an dem Rita Cordes vom ADFC, Jeroen Tepas vom Stadtmarketing, die Ausschussvorsitzenden Elke Ibing, Erwin Koch und Hubertus Jesse, die Fachbereichsleiter Matthias Seipel und Franz Wiese sowie Bürgermeister Thomas Schöne teilnahmen.

"In seinen Umfragen hat uns der ADFC ein durchaus positives Zeugnis ausgestellt, allerdings auch zahlreiche Anregungen genannt. Dieses Ergebnis nehmen wir sehr ernst auf unserem Weg zu einer fahrradfreundlichen Stadt Warstein", so Seipel.

Eine ganze Reihe von Maßnahmen wurde bereits durchgeführt, etwa die weitgehende Sanierung des Möhnetalradwegs auf mehreren Abschnitten, Bordsteinabsenkungen, ein Stück neuer Radweg wurde im Bereich "Zum grünen Ufer/Kahlenbergsweg" gebaut oder die Einbahnstraßen Dammweg, Dieplohstraße und Kattenborn für Radfahrer geöffnet.

"Wir prüfen aktuell zudem die Freigabe weiterer Einbahnstraßen wie z.B. die Bergenthalstraße. Insgesamt ist unser Hauptanliegen, die überregionalen Radwegverbindungen durchgängig zu führen und noch vorhandene Lücken zu schließen. Das betrifft beispielsweise den Radwege-Lückenschluss Suttrop - Möhnetal als auch die Verbindung Bilsteintal - Warstein. Ein neuer Radweg an der Stütings Mühle in Belecke ist bereits in Planung und soll im Herbst begonnen werden." Weiterhin in der kurzfristigen Maßnahmenliste stehen bessere Beschilderungen sowie mittelfristig Beleuchtungen für Radwege und zusätzliche Querungshilfen für Radwege.

Bürgermeister Thomas Schöne: "Ich freue mich, dass wir eine ganze Reihe innovativer Ansätze gefunden haben, die wir jetzt zu einem Gutteil kurzfristig umsetzen und vieles in eine intensive Prüfung nehmen werden. Diesen Fahrradgipfel wollen wir auf jeden Fall zu einer regelmäßig stattfindenden Einrichtung machen. Ein guter alljährlicher Zeitpunkt ist der Herbst, denn dann können wir nach der jeweiligen Radsaison Bilanz ziehen."
Ein erster Folgetermin wurde für November 2019 vereinbart. Ggf. werden zukünftig weitere Experten um Teilnahme gebeten. Bürgerinnen und Bürger können sich gerne über diverse Apps dritter Anbieter oder bei der Stadt Warstein unter vorschlag(at)warstein.de mit Anregungen melden.