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Krisenstab

Schnell, konzentriert und professionell - Stab für außergewöhnliche Ereignisse der Stadt Warstein kommt aktuell nahezu täglich zusammen

"Die Lage ist ernst", erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel vor kurzem.

Die Verantwortlichen in der Stadt Warstein können dies nur unterstreichen: Seit dem 12. März kommt der "Stab für außergewöhnliche Ereignisse" (SAE) mit wenigen Ausnahmen täglich zusammen, um die Bürgerinnen und Bürger bestmöglich durch die Krise zu führen und Entscheidungen der Landesregierung auf kommunaler Ebene umzusetzen. "Das Gremium arbeitet schnell, konzentriert und professionell. Großes Kompliment an alle Mitglieder", betonte Bürgermeister Thomas Schöne, gleichzeitig Leiter des SAE, am Freitagmorgen. 
 
8.50 Uhr. Die Mitglieder des SAE treffen im Sitzungssaal des Rathauses ein - und wahren dabei schon fast routinemäßig einen Sicherheitsabstand von zwei Metern. "Wir sind da extrem vorsichtig", unterstreicht Josef Pieper, der als Fachbereichsleiter Bürgerdienste die Tagesordnung der Sitzungen vorbereitet - so weit möglich, denn häufig ändert sich die Situation minütlich. "Eine Anwesenheitsliste wird nicht mehr rumgereicht, sondern zentral ausgefüllt. Alle Mitglieder lassen einen Platz zum nächsten Mitglied frei und vieles mehr."
 
Der SAE der Stadt Warstein setzt sich zusammen aus Leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Fachbereichs Bürgerdienste, der Sachgebiete Sicherheit und Ordnung, Organisation, Betriebshof, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie der Einsatzleitung der Feuerwehr. Bei Bedarf kommen hinzu Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereichs Zentrale Dienste, Bauen, Wohnen, Infrastruktur und der Personalrat. Außerdem werden Protokolle erstellt und eine Aufgabenliste geführt. Für jede Position des SAE ist mindestens ein Vertreter bestimmt.
 
9 Uhr. Der SAE-Leiter eröffnet die Sitzung, gestartet wird mit einem aktuellen Lagebericht und der Kontrolle der Aufgabenliste. Anschließend wird geprüft, ob eingeleitete Maßnahmen wie beispielsweise die Schließung von Spielplätzen oder vieler Einzelhandelsbetriebe greifen und ob weitere Maßnahmen nötig sind. Roswitha Wrede, Leitung des Sachgebiets Sicherheit und Ordnung: "Die meisten Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger halten sich vorbildlich an die Anweisungen, die ja zu ihrem eigenen Schutz erlassen werden. Manche jedoch suchen nach Wegen, die Vorgaben zu umgehen oder ignorieren sie sogar. In diesen Fällen ist es unsere Pflicht, auf die Einhaltung zu bestehen. Deshalb wird das Ordnungsamt die Einhaltung aktiv kontrollieren, auch am Wochenende."
 
9.30 Uhr. Der SAE ist durch "Delegierte" gut vernetzt mit weiteren Institutionen, beispielsweise mit den Ordnungsbehörden im Kreis Soest, dem Krankenhaus, allen Bürgermeistern im Kreis Soest oder den Unternehmen. Die Entwicklungen dort werden im SAE zusammengetragen, so dass eine gute Einschätzung der aktuellen Lage möglich ist. Auch haben die Mitglieder die Lage in anderen Ländern wie beispielsweise Italien im Blick, um Maßnahmen vorzubereiten, die ggf. zukünftig nötig werden.
 
10 Uhr. "Pressearbeit ist für den SAE von großer Bedeutung", unterstreicht Bürgermeister Thomas Schöne. "Wir informieren die Bürgerinnen und Bürger über die Zeitungen, das Internet und die sozialen Medien über alle Entscheidungen und erläutern dabei auch ganz oft die Hintergründe, denn nur wer versteht, was vor sich geht und dadurch Vertrauen hat, ist bereit, die weit reichenden Maßnahmen mitzutragen."
 
10.30 Uhr. Der SAE geht auseinander, aktuelle Entwicklungen werden per Mail ausgetauscht. Die nächste SAE-Sitzung ist Sonntagabend, alle Mitglieder sind jedoch auch bereit, bei Bedarf sofort ins Rathaus zu kommen.

Kontakt

Telefon (0 29 02) 81-0

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