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Projekt

Stadt Warstein möchte bürgerfreundlicher formulieren - Mitarbeiterschulung war der Auftakt eines Projektes aller Sachgebiete

Judith Rodig schult Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter in Sachen "bürgerfreundliche Verwaltungssprache"

Um zu einer bürgerfreundlichen Verwaltungssprache zu kommen, hat die Stadt Warstein jetzt ein entsprechendes Projekt gestartet. Den Auftakt machte eine Schulung über die Grundlagen einer bürgerfreundlichen Verwaltungssprache.

Ziel des Projektes, das für alle Bereiche der Stadtverwaltung gelten soll, ist, Bescheide und Verträge bürgerfreundlicher zu formulieren. "Die komplizierte Verwaltungssprache ist aus dem Bedürfnis heraus entstanden, rechtssicher zu formulieren. Wenn eine Formulierung sich einmal als rechtssicher erwiesen hat, so behält man diese gerne bei. Dies jedoch verhindert, dass Sprache sich entwickelt", erläutert Frau Sabine Leiter, Fachbereichsleiterin für den Bereich Bauen und Wohnen. "Allerdings ist es auch möglich, in einem einfachen, verständlichen Stil rechtssicher zu formulieren. Da wollen wir hin."
Einen Tag lang wurden 13 Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter aus zwölf Sachgebieten geschult. Im Anschluss beginnt jetzt die Suche nach umständlichen bzw. nicht gebräuchlichen Formulierungen, nicht erklärten Fachbegriffen, langen Sätzen oder unhöflich klingendem Ton in den üblichen Schreiben der Sachgebiete. Leitner: "Solche Texte möchten wir umformulieren. Das kann natürlich nicht von heute auf morgen geschehen. Wir bilden Projektgruppen und nehmen uns nach und nach alle Schreiben der Sachgebiete vor." Den Anfang hat das Sachgebiet Bauen und Denkmal gemacht. Im Zuge der neuen Landesbauordnung wurden bereits einige Vordrucke und Bescheide bürgerfreundlicher gestaltet.

Insgesamt erwartet die Stadtverwaltung von den neu formulierten Schreiben in mehrfacher Hinsicht Vorteile: Durch die klarere und verständlichere Formulierung müssen weniger Fragen beantwortet werden und es tauchen weniger Missverständnisse auf. Außerdem erhoffen sich die Mitarbeiter einen Imagegewinn. "Wir möchten klar und freundlich formulieren, so dass die Bürgerinnen und Bürger uns als sympathischen Verwaltungspartner respektieren", so Leitner.