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Stiftungen

Im Gebiet der Stadt Warstein gibt es insgesamt zehn gemeinnützige Stiftungen. Wir stellen Ihnen hier diese Stiftungen, ihre Funktionsweisen und Möglichkeiten der Unterstützung vor und zeigen Ihnen auch, wie die Bürgerinnen und Bürger davon profitieren.

1. Hirschberger Bürgerstiftung

Zu dieser Dachorganisation gehört beispielsweise die Hirschberger Bürgerstiftung, die 2009 vom Vereinsring Hirschberg mit den Erträgen aus der 700-Jahr-Feier des Ortes gegründet wurde und 2011 ihre Aktivitäten aufnahm. Die Hirschberger Bürgerstiftung setzt Erträge und Spenden nachhaltig zur Förderung von Hirschberg und insbesondere für die Bereiche Jugend- und Altenhilfe, die Förderung von Kunst und Kultur, zur Förderung von Flüchtlingen sowie des Sports und Vereine ein. Intensive Unterstützung erfährt zudem die KiTa Hirschberg.
Konkret wurden mit Mitteln der Bürgerstiftung u.a. bereits neue Geräte für die Turnhalle der KiTa Drachennest angeschafft, der Bau von Radwegen ermöglicht, die Neugestaltung des ehemaligen Schulhofes unterstützt und die Senioren AG für deren Computerkurse mit Bildschirmen etc. ausgestattet. Mehrere Hirschberger Vereine erhielten vielfältige finanzielle Unterstützung für ihre individuellen Vorhaben.
Insgesamt hat die Bürgerstiftung Stand 2020 Projekte mit einem größeren fünfstelligen Betrag gefördert. Ohne den großen ehrenamtlichen Einsatz vieler Menschen wären die Erfolge jedoch nicht möglich gewesen.
www.hirschberg-sauerland.de

2. Bürgerstiftung Warstein

Seit 2005 besteht die Bürgerstiftung Warstein, die Projekte im gesamten Stadtgebiet unterstützt. Ihr Kapital erhält die unabhängige BSW nicht nur von einzelnen Geldgebern. Vielmehr engagieren sich Industrie, Gewerbe, Handel und Handwerk Seite an Seite mit vielen Privatpersonen. Mitbürgerinnen und Mitbürger profitieren dabei von Geld- wie auch Zeitspenden.
Dabei geht die Stiftung einer Vielzahl von Stiftungszwecken nach. Ob Bildung und Erziehung, Jugend, Kultur, Kunst, Denkmalpflege, Umweltschutz, Brauchtumspflege, öffentliches Gesundheitswesen, Wissenschaft, demokratisches Staatswesen oder die Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen und Nationen: Stets werden neue Lösungsansätze für die Herausforderungen aller Ortsteile in konkrete Projekte umgesetzt. 
In aller Munde ist dabei zum Beispiel gegenwärtig das Projekt „Bürgerstiftungswald“, in dessen Zuge zerstörte Waldflächen im gesamten Stadtgebiet wiederaufgeforstet werden. Aber auch der Waldkindergarten, das Repair-Café, Schulpferde, ein Soccer-, Skater- wie auch ein Calisthenics-Park sind Beispiele des facettenreichen Engagements von Bürgern für Bürger. 

weitere Infos: www.buergerstiftung-warstein.de

3. Paul-Cramer-Stiftung

Die Paul-Cramer-Stiftung wurde 1998 vom damaligen Brauereiinhaber Albert Cramer ins Leben gerufen. Mit dem Anfangskapital in Höhe von vier Millionen Mark erwarb die Stiftung Gebäude, die auf dem freien Wohnungsmarkt vermietet werden. Der Erlös - jährlich zzt. etwa in Höhe von knapp 30.000 Euro - wird entsprechend der Stiftungssatzung zur Förderung der Kultur, insbesondere des Heimatgedankens, der Jugend- und Altenhilfe, des Wohlfahrtswesens und des Sports im Stadtgebiet zur Verfügung gestellt. Projektvorschläge nehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Warstein bis Anfang Dezember eines jeden Jahres entgegen, zum Anfang des Folgejahres entscheidet der Stiftungsbeirat, welche Förderzusagen erteilt werden.

Weitere Informationen finden Sie im Rathaus online.

4. Stiftung Maria Hilf (Krankenhaus)

Die Stiftung Maria Hilf unterstützt in Warstein und Umgebung gemeinnützige Einrichtungen und Projekte zur Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens. Darüber hinaus setzt sie sich für den Erhalt des Krankenhauses Maria-Hilf in Warstein ein.

Die "Warsteiner Hospital-Bruderschaft" entstand 1858, mit dem Zweck, eine Krankenheilanstalt zu gründen und zu unterhalten. Mit der Errichtung entstand auch die selbstständige Stiftung privaten Rechts "Krankenhaus Maria Hilf" als Träger des Krankenhauses. 2011 wurden zur Finanzierung des Krankenhauses weitere Gesellschafter mit Mehrheitsbeteiligung aufgenommen. 2018 erfolgte aus finanziellen Gründen der endgültige Ausstieg der Stiftung aus der Führung des Krankenhauses mit dem Verkauf der Stiftungsanteile.

Unter dem neuen Namen „Stiftung Maria Hilf“ folgte 2019 eine Neuausrichtung. Zweck ist nunmehr die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens, insbesondere in Warstein und Umgebung. Im Sommer unterstützte die Stiftung das Warsteiner Krankenhaus durch die Anschaffung von vier Ruhebänken für den Außenbereich.
Mit dem aktuellen Projektaufruf „Förderung der beruflichen Weiterbildung“ will sie der Landflucht im Gesundheits- und Pflegebereich begegnen. Mit dem weiteren Projekt „Herzsicheres Warstein“ will die Stiftung die Warsteiner Bevölkerung über den Plötzlichen Herztod informieren und für lebensrettende Defibrillatoren werben.

www.stiftung-mh.de

www.herzsicheres-Warstein.de

5. Hans Cramer Altenheimstiftung

Der Nuklearmediziner Prof. Dr. Hans Cramer war der jüngere Bruder von Brauereibesitzer Paul Cramer und engagierte sich unter anderem für das Krankenhaus in Warstein. 1995 gründete er eine Stiftung mit dem Ziel, die Altenhilfe zu fördern sowie hilfsbedürftige Personen zu unterstützen. Dieser Stiftungszweck der „Prof. Dr. med. Hans Cramer-Altenheimstiftung“ wird insbesondere durch finanzielle Zuwendungen an Altenheime, vornehmlich im Kreis Soest, und Gewährung von Geld- und Sachleistungen an hilfsbedürftige Personen verwirklicht.
Die Stiftung erbte nach dem Tod des Gründers sein Vermögen, das im Wesentlichen aus einer Immobilie in Bochum besteht, aus deren regelmäßigen Mietüberschüssen die Stiftung ihre Unterstützungen leistet. Inzwischen sind beachtliche Leistungen an verschiedene Altenheime bzw. entsprechende Organisationen geflossen. Häufig sind hierbei Geldbeträge zur Anschaffung spezifischer Einrichtungen und Hilfsmittel bzw. Gerätschaften zur Verfügung gestellt worden, beispielsweise wurden das „Zentrum für Altersmedizin“ am Warsteiner Krankenhaus initiiert und die Aktion „Reisen ohne Koffer“ der Caritas Soest finanziell begleitet. Unterstützt hat die Prof. Hans Cramer Altenheimstiftung auch den Aufbau eines Seniorennetzwerks, dem mittlerweile 30 Partner in fünf Kommunen angehören.

www.altenheimstiftung-warstein.de

6. Süßenbach-Sozial-Stiftung

Die „Süßenbach-Sozial-Stiftung“ wurde im Jahr 2007 gegründet und hat zwei Förderschwerpunkte: die Hilfe für am Prader-Willi-Syndrom Erkrankte sowie sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche.

Das Prader-Willi-Syndrom ist eine seltene, genetisch bedingte Krankheit. Die Hauptmerkmale dieser Krankheit sind komplexe Störungen bei der körperlichen Entwicklung, leichte Intelligenzstörungen, psychische Verhaltensprobleme sowie Stoffwechselprobleme und Essstörungen, verbunden mit erheblichem Übergewicht. Die Folge aus all diesen gesundheitlichen Problemen ist eine wesentlich verminderte Lebenserwartung.
In Deutschland gibt es ca. 10.000 am Prader-Willi-Syndrom Erkrankte, bei ca. 15.000 Geburten ist ein Krankheitsfall zu verzeichnen.

Durch das seltene Auftreten dieser Krankheit erhält sie eine geringere Aufmerksamkeit und Förderung als andere Krankheiten. Daher will die „Süßenbach-Sozial-Stiftung“ vor allem den am Prader-Willi-Syndrom erkrankten Kindern und Jugendlichen durch finanzielle Zuwendungen für erforderliche Therapiemaßnahmen helfen. Darüber hinaus unterstützt die „Süßenbach-Sozial-Stiftung“ Fördereinrichtungen für Kinder und Jugendliche mit körperlichen, motorischen, geistigen und sozialen Beeinträchtigungen ohne und mit Migrationshintergrund.

www.suesos.de

7. Jubiläumsstiftung der Sparkasse Warstein-Rüthen

1997 bestand die Sparkasse Warstein-Rüthen seit 150 Jahren - zu diesem Anlass beschloss der Verwaltungsrat, eine "Jubiläumsstiftung der Sparkasse Warstein-Rüthen" einzurichten. Das Stiftungsvermögen beträgt 210.900 Euro und soll insbesondere zur Förderung von Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung im Gebiet der Städte Warstein und Rüthen eingesetzt werden.
Der Fokus liegt dabei insbesondere auf dem Erhalt von heimischen Baudenkmälern, lokaler Geschichtsforschung und der Unterstützung ortsansässiger Künstlerinnen und Künstler bis hin zur Nachwuchsförderung.

Die Stiftung hat einen Stiftungsvorstand bestehend aus Peter Königkamp, Vorsitzender, und Dirk Rabe, Mitglied des Stiftungsvorstands. Dazu kommt gemäß Satzung ein Kuratorium, das über die Mittelverwendung entscheidet. Es besteht aus der Kuratoriumsvorsitzenden Marlies Stotz, Dr. Thomas Schöne und Peter Weiken – beide qua Amt in der Funktion Bürgermeister der Städte Warstein und Rüthen, Jürgen Riepe in der Funktion Vorstand der Sparkasse. Hinzu kommen Joseph Friederizi, Erwin Koch und Hubert Sauerborn als sachkundige Bürger.

Gefördert hat die Sparkassenstiftung beispielsweise Maßnahmen in der Schatzkammer Propstei, die Restaurierung und Digitalisierung der Dietenberger-Bibel aus dem 16. Jahrhundert, die mittlerweile in der Suttroper Kirche ausgestellt wird, oder die Restaurierung der Riedinger-Stiche im Haus Kupferhammer.

8. Dr. Ernst Grafe-Stiftung

Der im Dezember 2018 verstorbene Dr. Ernst Grafe, Zahnarzt im Ruhestand, hatte in den 1930er Jahren selbst die Höhere Schule in Warstein besucht, die seit ihrer Gründung 1869 als Progymnasium bekannt war. Er musste damals noch nach Brilon wechseln, um die Oberstufe besuchen und die Abiturprüfung ablegen zu können. Mit seiner sehr großzügigen Stiftung – der Dr. Ernst Grafe Stiftung – schuf er 2007 eine dauerhafte finanzielle Grundlage für viele attraktive Projekte des Schulprogramms. Mit ihr förderte er die Ausstattung der Fachschaft Musik, das Projekt Bläserklasse und das Schulorchester.Besonders bedacht wurden dabei immer auch die Naturwissenschaften und Projekte wie „Jugend forscht“.

Das Stiftungskapital hat Herr Dr. Ernst Grafe bis zu seinem Tod auf 230.000 Euro aufgestockt. Zustiftungen können aber jederzeit von jeder Person vorgenommen werden, die die Belange der Schule unterstützen möchten. Auch nimmt die Stiftung Spenden entgegen, die entsprechend bescheinigt werden. Dem Stiftungsvorstand gehören zur Zeit an: Josef Pieper (Stadt Warstein) als Vertreter des Schulträgers, Bernd Belecke als Schulleiter des Europa-Gymnasiums, Sabine Gillhaus als Vertreterin der Naturwissenschaften, Klaus Arthur Feller als Vertreter der Fachschaft Musik und Klaus Schrewe (Vermögensberater) als Vertreter der Sparkasse Lippstadt.

Seit Gründung der Stiftung wurden in Summe über 52.000 Euro (Stand 2019) dem Gymnasium zur Verfügung gestellt, um Bildung vor Ort intensiv zu fördern.

9. Heilig-Kreuz-St. Pankratius-Stiftung zu Belecke

Die Förderung des katholischen Lebens in Belecke ist Zweck der 2012 gegründeten Heilig-Kreuz-St. Pankratius-Stiftung zu Belecke. Dies wird insbesondere durch die Unterstützung pastoraler Aufgaben, Erhaltung christlicher Symbole und Einrichtungen sowie die Absicherung des Kirchenetats erreicht. Nach der Rückpfarrung der ehemaligen Heilig Kreuz-Gemeinde vor über zehn Jahren müssen umso mehr Aufgaben aus einem Etat bewältigt werden.
Während die Stiftung in den ersten Jahren vor dem Hintergrund des Grundsatzes der Kapitalerhaltung Mittel in Rücklagen aufbaute, wurden ab 2016 Mittel für die satzungsgemäßen Zwecke ausgekehrt. Dazu gehören beispielsweise die Unterstützung und finanzielle Beteiligung an der Renovierung der Kreuzkapelle in Belecke, die Renovierung des Missionskreuzes an der Pankratiuskirche, der Restaurierung des Baldachins und der Kreuzgruppe der Heilig Kreuz-Kirche, die Unterstützung der Technikausrüstung für die Junge Kirche (JuKi) sowie die Ausstattung beider Kirchen mit Kniepolstern.
Entscheidungen, welche Projekte unterstützt werden können, sind durch die enge Vernetzung geprägt. Andreas Hunecke ist in Personalunion Vorstandsvorsitzender der Stiftung und Mitglied des Kirchenvorstands –laut Satzung muss eine Person des Vorstandes Mitglied des Kirchenvorstands sein. Pfarrer Markus Gudermann ist Vorsitzender des Kuratoriums.
Die Vorschläge und Auswahl der Förderprojekte sowie die Verwendung der Mittel werden in enger Abstimmung mit ihm und dem Kuratorium sowie unter Einbeziehung des Kirchenvorstands auch mit Blick auf die Zukunft besprochen. Über die endgültige Mittelverwendung entscheidet der Vorstand.

10. Stiftung für den Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Warstein

Der von der ehemaligen Vorsitzenden des SkF Warstein, Ruth Grundhoff, gegründete Sonderfonds „Familien und Kinder in Not“ wird seit der Fusion der drei Schwestervereine des SkF Soest, SkF Warstein und SkF Werl in der Stiftung für den Sozialdienst katholischer Frauen Soest-Warstein-Werl e.V. verwaltet. Der Sonderfonds finanziert sich aus den Erträgen der Stiftung und Spenden. Zweck der Stiftung ist die Förderung und Mittelbeschaffung für die gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Aktivitäten des Sozialdienstes katholischer Frauen Soest-Warstein-Werl e.V. Der Zweck wird insbesondere verwirklicht durch die Förderung des Sonderfonds „Familien und Kinder in Not“ sowie durch die Förderung der Betreuungsarbeit.

Um den Menschen vor Ort ein sehr einfach zugängliches Angebot der Beratung und Begleitung zu geben, hat der SkF in der Dienststelle an der Bahnhofstraße 4a in Warstein-Belecke eine Allgemeine Sozialberatung eingerichtet. Sie bietet im Rahmen einer offenen Sprechstunde montags von 9 bis 12 Uhr unter anderem Informationen über existenzsichernde Hilfen, Rechtsansprüche bei Ämtern und vermittelt an spezialisierte Fachdienste.
Laut Michaela Scheppelmann, Mitarbeiterin der Sozialberatung des SkF, gab es 2019 insgesamt 53 Beratungsgespräche zu Themen wie Schulden, Grundsicherung, Hilfen für Schwangere, Elterngeld, Kinderbetreuung, häusliche Gewalt, Organisation von Pflege und vielem mehr. Bei komplexeren Problemlagen wird auf ein gutes Netzwerk zurückgegriffen. Es geht immer darum zu zuhören, sich "das ganze Bild“ zu machen. Vom Betreuungsverein wird auch der Sonderfonds „Familien und Kinder in Not“ verwaltet.

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