Lärmaktionsplan für die Stadt Warstein (Stufe 4)

Der Ausschuss für Bauen und Digitales hat in seiner Sitzung am 20.03.2024 im Verfahren gem. § 47 d BImSchG zur Aufstellung des Lärmaktionsplanes für die Stadt Warstein (Stufe 4) im Rahmen der EU-Umgebungslärmrichtlinie den Entwurf des Lärmaktionsplanes beschlossen, auf dessen Grundlage die erforderlichen Beteiligungen vorzunehmen sind.

Lärmaktionspläne sind gem. § 47 d Abs. 1 BImSchG zur Regelung von Lärmproblemen und Lärmauswirkungen aufzustellen. Für das Land NRW geht das MUNV (Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr) davon aus, dass eine Lärmbelastung bzw. eine Lärmeinwirkung auf Menschen von 70 dB/A am Tag (Lden/dB/A) und 60 dB/A in der Nacht (Lnight/dB/A) grundsätzlich eine Schwelle darstellt, sich mit der konkreten Lärmsituation auseinanderzusetzen.
Eine Auswertung der Lärmkarten ergab, dass im Wesentlichen Teilabschnitte der Hauptverkehrsstraßen B 55, L 735 und B 516 betroffen sind.
Lärmemittenten sind bezogen auf das Stadtgebiet von Warstein nur Hauptverkehrsstraßen; Haupteisenbahnstrecken (Verkehrsaufkommen von über 30.000 Zügen pro Jahr) gibt es nicht.

Im Beteiligungsportal.NRW sind der Entwurf des Lärmaktionsplans (4. Stufe) sowie die Lärmkarte veröffentlicht, ab dem 15. April 2024 haben Sie die Möglichkeit, Fragen, Kommentare oder Anregungen zu diesem Entwurf abzugeben.

Der Entwurf des Lärmaktionsplanes für die Stadt Warstein (Stufe 4) wird in der Zeit vom

  • 15.04.2024 bis 13.05.2024

    (einschließlich) bei den Stadtwerken Warstein, Sachgebiet Straßen, Am Hillenberg 2, Zimmer A20, 59581 Warstein,

zur Einsicht öffentlich ausgelegt und zwar:

  • montags bis einschließlich freitags zwischen 8.30 Uhr und 12.30 Uhr,
    dienstags zwischen 14.00 Uhr und 16.00 Uhr und 
    donnerstags zwischen 14.00 Uhr und 17.00 Uhr.

Hinweis: Die Unterlagen können - unabhängig von den geänderten Öffnungszeiten für das Sachgebiet Straßen - auch mittwochs zwischen 8.30 und 12.30 Uhr eingesehen werden.

Der Ort der Auslegung ist nicht barrierefrei. Personen, welche aufgrund einer Behinderung den Ort der Auslegung nicht erreichen können, werden gebeten, unter der Telefonnummer 02902/81-309 oder 81-341 eine Möglichkeit der Einsichtnahme und eventuellen Abgabe einer Stellungnahme zu vereinbaren.
 

Lärmaktionsplan der Stufe 3 für die Stadt Warstein vom Juli 2018

ÖFFENTLICHKEITSINFORMATION nach Beschlussfassung durch den Rat der Stadt Warstein am 02.07.2018

Der Rat der Stadt Warstein hat in seiner Sitzung am 02.07.2018 - nach Vorberatung im Stadtentwicklungsausschuss am 27.06.2018 und vorausgegangener Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung - den

LÄRMAKTIONSPLAN für die Stadt Warstein (Stufe 3)

im Rahmen der EU-Umgebungslärmrichtlinie beschlossen.

Lärmaktionspläne sind gem. § 47 d Abs. 1 BImSchG zur Regelung von Lärmproblemen und Lärmauswirkungen aufzustellen. Lärmprobleme liegen nach dem Runderlass des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz - V-5-8820.4.1 vom 7.2.2008 auf jeden Fall vor, wenn an Wohnungen, Schulen, Krankenhäusern oder anderen schutzwürdigen Gebäuden ein Lden von 70 dB(A) oder ein Lnight von 60 dB(A) erreicht oder überschritten wird.
Eine Auswertung der Lärmkarten, die vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) auf der Grundlage der Verkehrszählung 2015 erarbeitet worden sind, ergab, dass im Wesentlichen folgende Teilabschnitte von Hauptverkehrsstraßen betroffen sind:

Ortschaft Warstein: B 55-Hauptstraße, Abzweig Domring bis Abzweig Schwarzer Weg;
Ortschaft Belecke: B 55-Lanfer; Abzweig Hamacherring bis Abzweig Bahnhofstraße;
Ortschaft Suttrop: L 735-Kreisstraße, Abzweig Hahnewall bis Abzweig Kallenhardter Straße.

Lärmemittenten sind bezogen auf das Stadtgebiet von Warstein nur Hauptverkehrsstraßen (Bundesfern- und Landesstraßen mit einem Verkehrsaufkommen von über 3 Mio. Kraftfahrzeugen pro Jahr). Haupteisenbahnstrecken (Verkehrsaufkommen von über 30.000 Zügen pro Jahr) gibt es nicht.

Die Öffentlichkeitsbeteiligung gem. § 47 d Abs. 3 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) erfolgte in der Zeit vom 30.04 2018 bis 08.06.2018 (einschließlich) durch öffentliche Auslegung des Planentwurfs mit Anlagen bei der Stadtverwaltung Warstein, Sachgebiet Stadtentwicklung im Technischen Rathaus. Zusätzlich wurde der Entwurf des Lärmaktionsplans mit Anlagen im Amtsblatt der Stadt Warstein vom 26.04.2018 veröffentlicht und mit weiteren Informationen für die Öffentlichkeit zur Lärmaktionsplanung im Internetauftritt der Stadt Warstein hinterlegt.
Im Rahmen der Behördenbeteiligung hat sich der Landesbetrieb Straßenbau NRW geäußert - dort hatte man keine Bedenken gegen die Ausführungen im Entwurf des Lärmaktionsplanes. Aus der Öffentlichkeit wurden drei Anregungen zum Entwurf des Lärmaktionsplanes abgegeben. Die Stellungnahmen, die dem Stadtentwicklungsausschuss und dem Rat der Stadt Warstein vorgelegt worden sind, führten im Ergebnis zur Konkretisierung einer Ausführung im beschlossenen Lärmaktionsplan.
Die beschlossenen Maßnahmen zur Lärmminderung beinhalten zum einen Maßnahmen bzw. Prüfaufträge für die Ortschaften Warstein, Belecke und Suttrop, zum anderen Maßnahmen, die das gesamte Stadtgebiet betreffen.
Es besteht für jedermann die Möglichkeit, den neuen Plan einzusehen und über dessen Inhalt Auskunft zu erhalten. Die Unterlagen werden beim Sachgebiet Straßen der Stadt Warstein, Stadtwerke, Am Hillenberg 2, 59581 Warstein, während der Sprechzeiten bereitgehalten.

Der neue LÄRMAKTIONSPLAN für die Stadt Warstein (mit Anlagen) kann auch hier aufgerufen bzw. eingesehen werden:

Nach § 47 d Abs. 5 BImSchG sind Lärmaktionspläne alle fünf Jahre nach dem Zeitpunkt ihrer Aufstellung zu überprüfen und erforderlichenfalls zu überarbeiten.
Der Lärmaktionsplan der Stufe 3 für die Stadt Warstein war bis zum 18.07.2018 zu erstellen.

Umfassende graphische Darstellungen der Kartierungsergebnisse in Warstein sowie in ganz NRW stehen allen Interessierten unter der Adresse www.umgebungslaerm.nrw.de zur Verfügung.
Neben allgemeinen Erläuterungen zum Umgebungslärm und einer Übersicht, in der alle berücksichtigten Quellen und Hindernisse dargestellt sind, findet man dort für jede untersuchte Quellenart und jede Kennzeichnungsart eine eigene kartenmäßige Darstellung. Jede Karte stellt mit Isophonenflächen die Schallpegel dar, welche außerhalb von Gebäuden in 4 m Höhe über dem Erdboden in einem 10 m-Raster berechnet wurden. Die Isophonenflächen sind entsprechend der Legende farbig gekennzeichnet.

Lärmaktionsplanung der Stufe 2 für die Stadt Warstein

Am 25. Juni 2002 wurde die europäische Richtlinie über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm (Richtlinie 2002/49/EG des Europäischen Parlaments und des Rates) erlassen.
Die EU-Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG verfolgt das Ziel, ein europaweites Konzept zur Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm festzulegen, um schädliche Auswirkungen und Belästigungen durch Umgebungslärm zu verhindern.

Durch die Änderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) vom 24. Juni 2005 und dem Erlass der Verordnung über die Lärmkartierung vom 06. März 2006 (34. BImSchV) erfolgte die Umsetzung der EG-Umgebungslärmrichtlinie in deutsches Recht.
Gesetzestexte, Richtlinien, Lärmkarten für NRW und weiteres Informationsmaterial sind unter www.umgebungslaerm.nrw.de abrufbar.

Umgebungslärm sind laut Umgebungslärm-Richtlinie belästigende oder gesundheitsschädliche Geräusche im Freien, die durch Aktivitäten von Menschen verursacht werden, einschließlich des Lärms, der von Verkehrsmitteln, Straßenverkehr, Eisenbahnverkehr, Flugverkehr sowie Geländen für industrielle Tätigkeiten ausgeht.

Ziel ist es, auf Basis von Lärmkarten Bereiche zu identifizieren, in denen potenziell gesundheitsgefährdende Lärmbelastungen vorhanden sind und geeignete Maßnahmen zu entwerfen, um diese Belastungen zu vermeiden oder zu verringern.

Für die Stadt Warstein war die Lärmaktionsplanung der Stufe 2 nur für Hauptverkehrsstraßen mit einem Fahrzeugaufkommen von über 3 Mio. Kraftfahrzeugen im Jahr erforderlich.
Untersucht wurden hierbei die
► B 55 (vom Einmündungsbereich Domring/B 55 in der Ortschaft Warstein bis zum Einmündungsbereich B 516/B 55 in der Ortschaft Belecke),
► B 516 (vom Einmündungsbereich B 55/B 516 in der Ortschaft Belecke bis zum Ein-mündungsbereich  B 516/Udenstraße in der Ortschaft Allagen),
► L 735 (vom Einmündungsbereich B 55/L 735 in der Ortschaft Warstein bis zum Ein-mündungsbereich L735/Kallenhardter Straße in der Ortschaft Suttrop).

Ansprechperson für Lärmaktionsplanung

Herr Lukas Mestermann

Sachgebiet Straßen
Details

Die Lärmkartierung für die Stadt Warstein kann hier eingesehen werden.

Unter Berücksichtigung der Lärmkartierung wurde am 15.10.2013 der Entwurf des Lärmaktionsplanes der Stufe 2 für die Stadt Warstein gem. § 47 d BImSchG durch den Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Wirtschaftsförderung der Stadt Warstein beschlossen

Auf der Grundlage des Entwurfes und der Ergebnisse der Lärmkartierung fand in der Zeit vom 28.10.2013 bis zum 25.11.2013 die Öffentlichkeitbeteiligung gem. § 47 d Abs. 3 BImSchG statt.
Stellungnahmen wurden nicht abgegeben.

Gleichzeitig erfolgte die Beteiligung der berührten Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange.
Lediglich von Straßen NRW, Meschede, wurde der Hinweis gegeben, in den Lärmaktionsplan aufzunehmen, dass die neue L 735 als Ortsumgehung außerhalb der Wohnbebauung der Ortschaft Suttrop geplant ist. Dies ist erfolgt.

Der Lärmaktionsplan der Stufe 2 für die Stadt Warstein wurde am 19.12.2013 im Verfahren gem. § 47 d BImSchG durch den Rat der Stadt Warstein beschlossen und am 30.01.2014 im Amtsblatt der Stadt Warstein bekannt gemacht. Mit der Bekanntmachung ist der Lärmaktionsplan der Stufe 2 rechtsverbindlich geworden.

Hier öffnen Sie den Lärmaktionsplan

Die im Lärmaktionsplan der Stufe 2 für die Stadt Warstein beschlossenen Maßnahmen zur Lärmminderung beinhalten im Wesentlichen die Durchführung von passivem Lärmschutz. Weiterhin wird den Aspekten des Lärmschutzes bei allen Planungen von Verkehrswegen sowie in der Bauleitplanung und in Baugenehmigungsverfahren innerhalb der geltenden An-forderungen Rechnung getragen.

Wiederkehrend alle 5 Jahre hat eine Überprüfung und ggfs. Überarbeitung des Lärmaktionsplanes der Stufe 2 zu erfolgen.

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