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Unser Mittelstand

"Unser Mittelstand"-Besuchsreihe wird auch in den Sommerferien fortgesetzt

Christian Tüllmann (re.) mit seinem Vater Willi Tüllmann vor den Firmengebäuden

Bürgermeister bei der Warsteiner Tischlerei Tüllmann - 1859 fing dort alles an

Im Rahmen der Besuchsreihe „Unser Mittelstand" war Bürgermeister Thomas Schöne Mitte August bei der Tischlerei Tüllmann in Warstein zu Gast, die in diesem Jahr ihr 160jähriges Bestehen feiern konnte und zugleich ein Bestattungshaus betreibt.
Beide "Standbeine" des Unternehmens sind im ganzen Stadtgebiet und weit darüber hinaus bekannt. So hatte etwa der WDR schon im Februar diesen Jahres in der Lokalzeit Südwestfalen über das traditionsreiche Familienunternehmen in der nun 6. Inhaber-Generation berichtet.

„Die Auftragslage lässt mich optimistisch in die Zukunft blicken ", sagt Christian Tüllmann, Diplom-Ingenieur für Holztechnik, der die Verantwortung für die Firma erst zum Jahresanfang 2019 von seinem Vater Willi übernommen hatte. Bürgermeister Schöne betont: „Es ist klasse, dass die Firma Tüllmann mit Tischlerei und Bestattungshaus in den Händen der Familie geblieben ist. Familiäre Unternehmensnachfolgen werden aus vielerlei Gründen in ganz Südwestfalen immer weniger - hier ist es vorbildlich gelungen."

Die Warsteiner Tischlerei ist bekannt für ihr vielfältiges Leistungsspektrum, nicht zuletzt den hochwertigen Innenausbau, der auch unter den strengen Bedingungen des Denkmalschutzes als Restaurationsfachbetrieb geleistet wird.
Christian Tüllmann als Alleininhaber beschäftigt dazu vier Vollzeitmitarbeiter und drei Aushilfen. Und natürlich bildet er auch einen Auszubildenden im Tischlereihandwerk aus. Der Geschäftsradius der Firma Tüllmann umfasst im Wesentlichen die Gebiete des Kreises Soest und des Hochsauerlandkreises. Projektbezogen wird aber auch von Sylt über Düsseldorf bis hinein nach Bayern gearbeitet.

Umweltschutz liegt der Firma Tüllmann sehr am Herzen, arbeitet man doch ganz überwiegend ohnehin sehr nachhaltig mit dem Werkstoff Holz. So wurde nicht nur eine ökologisch wertvolle Wildblumenwiese nebst Insektenhotels auf dem Firmengelände angelegt, sondern in der hauseigenen Heizungsanlage werden schon lange selbst produzierte Pellets aus eigenen Produktionsabfällen verwendet, die auf Holzresten beruht.
Zudem wurde unlängst eine moderne LED-Beleuchtung angeschafft, die den Stromverbrauch spürbar senkt und dadurch viel CO2 einspart. Willi Tüllmann berichtet aus Erfahrung: "Die Versöhnung von Ökologie und Ökonomie war schon in den letzten Jahrzehnten immer Teil unserer Handwerkerehre. Ich freue mich, dass die nächste Generation dies engagiert fortsetzt!"

In den vergangenen 30 Jahren wurde kräftig in den Betrieb investiert. 1992 etwa wurde die moderne Betriebsfläche der Tischlerei um 350 qm erweitert, und 1994 wurde als erstes Bestattungshaus in der Stadt Warstein ein pietätsvoller Abschiedsraum mit eigenem Kühlraum gebaut. 2017 und 2018 wurde erneut in Gebäude und Maschinenpark investiert, und damit sieht sich Christian Tüllmann mit seinem Betrieb in jeder Hinsicht gut gerüstet, um im weit über die Stadtgrenzen hinaus reichenden Wettbewerb bestehen zu können.
Bürgermeister Schöne ist sehr angetan: „Ein tolles Handwerks-Unternehmen in den Mauern unserer Stadt, das mit seiner leistungsfähigen Mannschaft eine hervorragende Perspektive erwartet. So geht Zukunft!"