In seinen Bildern verarbeitet der gebürtige Belecker Jotte Theo’sdoron Hanebold seine Erfahrungen, die er als Fachkrankenpfleger in der humanitären Hilfe im Ausland gemacht hat. Er kam bei seinen Einsätzen nach Israel und Palästina, Pakistan und auch zum Ebola-Einsätzen in West-Afrika, so dass er insgesamt zehn Jahre im Ausland gelebt hat, "mit gänzlich neuen Erfahrungen, Begebenheiten und Begegnungen, aber auch mit Bildern von Elend, Not und Verzweiflung", die alles veränderten.
Zunächst handelte es sich um experimentelles Malen, also wie Erlebtes in die Bilder einfließen kann. Seit 2015 malt er kontinuierlich, zuerst mit Acryl und dann, mit Mut zum Öl, wurde das Malen zu seiner Leidenschaft. Trotz der schwierigen Erfahrungen sind seine Bilder keinesfalls düster und traurig, im Gegenteil: Durch ihre kräftigen und ausdrucksstarken Farben und die sehr hintergründigen Themen packen seine Bilder die Betrachterinnen und Betrachter, machen nachdenklich, regen zu Interpretationen an – und zeigen in der Tiefe immer wieder Optimismus, den Wunsch nach Frieden, Lebenslust, Miteinander, Spiritualität und gleichzeitig die Mahnung, die Schöpfung zu bewahren.
Jotte T. Hanebold zeigt insgesamt 35 Bilder im Großen Bürgersaal des Rathauses, der barrierefrei zu erreichen ist. Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten des Rathauses oder nach Terminvereinbarung mit Barbara Lemm (b.lemm@warstein.de) noch bis Ende September besucht werden.



