Mit einem Vortrag zum Thema "Massaker im Arnsberger Wald" im Europa-Gymnasium und in der Sekundarschule der Stadt Warstein im April und Mai dieses Jahres konnte Lukas Grawe bereits das globale Geschichtswissen um lokale Auswirkungen erweitern. "Die Schülerinnen und Schüler wirkten sehr betroffen davon, dass diese Gräueltaten direkt vor ihren Haustüren stattfanden. Vielleicht konnten sie auch mit ihren Familien und insbesondere mit den Älteren ins Gespräch kommen", so Grawe.
Ein weiterer Baustein der "Geschichte zum Anfassen" war nun eine Stadtführung zum Thema "Jüdische Geschichte Warsteins", bei der der Stadtarchivar 9er- und 10er-Klassen beider Schulen vom jüdischen Friedhof zu den Stolpersteinen und schließlich zur ehemaligen Synagoge führte. "Lukas Grawe kann die Geschichte sehr greifbar und mit viel Lokalkolorit darstellen. Damit holt er die Schülerinnen und Schüler quasi zuhause ab und zeigt, dass Geschichte nicht aus abstrakten Zahlen und Orten besteht, sondern dass sie Lebensrealitäten von Menschen beschreibt. Menschen, die wir – zumindest im Fall des Zweiten Weltkriegs – zum Teil noch persönlich kennen", so Larissa König, Leiterin der Fachschaft Geschichte am Europa-Gymnasium.
Auch Bürgermeister Maximilian Spinnrath freut sich über die gelungene Kooperation: "Mir ist historische Bildungsarbeit ein wichtiges Anliegen. Ich freue mich daher sehr, dass wir diese hier vor Ort ganz konkret mit Leben füllen und die Geschichte gerade für die jüngeren Generationen greifbarer machen. Damit leisten wir auch einen aktiven Beitrag zur Stärkung unserer Demokratie."




