"Um den Wald der Zukunft zu gestalten, ist viel Fachwissen erforderlich, und es ist jede Menge Arbeit. Auch deshalb bilden wir seit 2023 wieder aus", so Lena Arens. Die Stadt Warstein verfügt über rund 5.000 Hektar Waldfläche und ist der zweitgrößte kommunale Waldbesitzer Nordrhein-Westfalens.
Die Ausbildung zum Forstwirt/zur Forstwirtin umfasst theoretische Inhalte, die am Berufskolleg des Hochsauerlandkreises am Eichholz in Arnsberg und am Forstlichen Bildungszentrum für Waldarbeit und Forsttechnik NRW in Arnsberg-Neheim vermittelt werden. Die praktischen Aufgaben werden vor Ort gelehrt, also beispielsweise das Kennenlernen, Bedienen und die Pflege von Maschinen und Gerätschaften, die für die Waldarbeit benötigt werden: Motorsägen, Spacer, Freischneider oder funkferngesteuerte Fällkeile. "Letztere ermöglichen die sichere Fällung von Bäumen aus der Ferne. Das ist eines von vielen technischen Hilfsmitteln, mit denen die Waldarbeit in den letzten Jahren wesentlich sicherer und körperlich entlastender gemacht wurde", unterstreicht Lena Arens.
Zu den Aufgaben der Forstwirte im Wald gehört vor allem die Pflanzung und Pflege, der Schutz und die Ernte von Bäumen. Durch die Kalamitäten und den Klimawandel ist die richtige Auswahl der Baumarten und ihre Förderung enorm wichtig. Hierzu bedarf es eines guten Fachwissens über die Standortansprüche von Bäumen und das Verständnis der komplexen Zusammenhänge, die das gesamte Ökosystem Wald betreffen. Aber auch Themen aus den Bereichen des Arbeitsschutzes, Forstschutzes, Naturschutzes und der Landschaftspflege sowie das Bauen und Freihalten von Schutzeinrichtungen, Bänken oder Erholungseinrichtungen sowie die Jagdkunde sind Bestandteil der Ausbildung. "Keiner muss bei uns selber jagen, aber die Zusammenarbeit mit Jägerinnen und Jägern sowie das Verstehen der Zusammenhänge von Wild, Wald und Jagd sind ein essentieller Bestandteil unserer Arbeit", unterstreicht Stefan Redder, 1. Beigeordneter und Stadtkämmerer.
Lena Arens resümiert: "Der größte Benefit für alle, die sich eine Ausbildung zum Forstwirt vorstellen können und den Wald lieben ist natürlich, dass man fast seine ganze Arbeitszeit darin verbringen darf und alle Themen rund um das Ökosystem Wald lernt. Darüber hinaus sind die Ausbildungsthemen sehr breit gefächert und vielfältig. Außerdem bekommen die Auszubildenden bei der Stadt Warstein das Rundum Paket bis hin zur Prüfungssimulation um gut auf die Abschlussprüfung vorbereitet zu sein."
Bewerbungsschluss für die Ausbildungsstelle im Stadtwald für das nächste Jahr ist der 20.09.
Weitere Informationen erhalten Interessentinnen und Interessenten gerne bei Lena Arens unter Telefon 02902-81509 bzw. l.arens@warstein.de.



