Pressemeldung

Gemeinsam für eine starke ärztliche Versorgung in der Stadt Warstein - Stadt bringt Haus- und Fachärzte zusammen und stellt Initiative „Land.Arzt.Zukunft Warstein“ vor

Wie kann die ärztliche Versorgung in Warstein langfristig gesichert werden? Und wie können junge Medizinerinnen und Mediziner für eine berufliche Zukunft in der Stadt gewonnen werden? Darüber hat sich die Stadt Warstein jetzt mit den niedergelassenen Haus- und Fachärztinnen und -ärzten ausgetauscht. Gleichzeitig stellte die Stadt ihre neue Initiative „Land.Arzt.Zukunft Warstein“ vor.

Zu dem Treffen hatte nun Bürgermeister Maximilian Spinnrath zusammen mit dem 1. Beigeordneten und Stadtkämmerer Stefan Redder sowie Wirtschaftsförderer Dirk Risse eingeladen. Im Mittelpunkt standen die Erfahrungen und Herausforderungen der heimischen Ärzteschaft, die stärkere Vernetzung untereinander und die Frage, wie Stadt und Ärzteschaft gemeinsam frühzeitig die Weichen für die zukünftige medizinische Versorgung stellen können.

"Eine gute medizinische Versorgung vor Ort ist ein wichtiger Bestandteil der Lebensqualität in unserer Stadt. Deshalb wollen wir nicht erst handeln, wenn Praxen bereits vor der Frage stehen, wie es weitergeht", betont Bürgermeister Maximilian Spinnrath. "Wir beschäftigen uns seit Anfang des Jahres intensiv damit, wie wir dem sich abzeichnenden Ärzte- und Fachkräftemangel frühzeitig und aktiv begegnen können."

Ein wesentlicher Baustein ist das neue Projekt "Land.Arzt.Zukunft Warstein". Die Initiative soll junge Medizinerinnen und Mediziner frühzeitig mit Warstein und den hier bestehenden Praxen in Kontakt bringen und ihnen konkrete berufliche Perspektiven in der Stadt aufzeigen.

Besonders im Blick hat die Stadt dabei Medizinstudierende und junge Ärztinnen und Ärzte, die aus Warstein und der Region stammen oder bereits einen persönlichen Bezug zur Stadt haben. Sie sollen mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten vor Ort vernetzt werden – beispielsweise für Praktika, Famulaturen, Weiterbildungsabschnitte oder einen direkten persönlichen Austausch.

"Wer Warstein kennt, hier aufgewachsen ist oder familiäre Bindungen hat, bringt bereits etwas Entscheidendes mit: einen Bezug zu unserer Stadt. Genau hier wollen wir ansetzen", erklärt Spinnrath. "Wenn wir frühzeitig Kontakte zu unseren Praxen herstellen und zeigen, welche beruflichen und privaten Perspektiven Warstein bietet, steigt auch die Chance, junge Medizinerinnen und Mediziner langfristig für unsere Stadt zu gewinnen."

Dabei richtet sich die Initiative ausdrücklich auch an Medizinerinnen und Mediziner ohne bisherigen Bezug zu Warstein.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Unterstützung bei Praxisnachfolgen und Praxisübernahmen. Die Stadt möchte angehende Praxisinhaberinnen und -inhaber bei den Rahmenbedingungen ihres Vorhabens unterstützen, Kontakte vermitteln und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Ziel ist es, bestehende medizinische Strukturen möglichst langfristig zu sichern und den Schritt in die eigene Niederlassung zu erleichtern.

Gleichzeitig soll "Land.Arzt.Zukunft Warstein" die Vernetzung der bereits in der Stadt tätigen Ärztinnen und Ärzte stärken. Der nun begonnene Austausch soll regelmäßig fortgesetzt werden, um Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln.

"Wir können als Stadt keine Ärztinnen und Ärzte herbeizaubern – aber wir können dafür sorgen, dass unsere Heimatstadt sichtbar ist, Kontakte entstehen und Menschen, die sich für unsere Stadt interessieren, bestmögliche Unterstützung erhalten", so Bürgermeister Spinnrath. "Genau darin sehen wir unsere Aufgabe."

Mit "Land.Arzt.Zukunft Warstein" setzt die Stadt deshalb bewusst auf einen langfristigen und kooperativen Ansatz: Nachwuchs gewinnen, Kontakte schaffen, Praxisnachfolgen unterstützen und die vorhandenen medizinischen Strukturen stärker miteinander vernetzen.

Für Warstein wird für das Jahr 2035 eine Versorgungsquote von lediglich 71,7 Prozent prognostiziert. Um eine flächendeckende Versorgung auf dem Niveau von 100 Prozent sicherzustellen, werden damit voraussichtlich rund sechs zusätzliche Ärztinnen und Ärzte benötigt.

Der Auftakt mit den heimischen Haus- und Fachärztinnen und -ärzten hat gezeigt: Die Sicherung der medizinischen Versorgung ist eine gemeinsame Aufgabe. Stadt und Ärzteschaft wollen deshalb auch künftig eng zusammenarbeiten, damit Warstein langfristig über eine wohnortnahe und vielfältige medizinische Versorgung verfügt.

Studierende, Medizinerinnen und Mediziner sowie weitere Interessierte, die sich über das Projekt informieren oder sich für die ärztliche Zukunft Warsteins engagieren möchten, können sich gerne an Wirtschaftsförderer Dirk Risse wenden: 02902/81522 oder d.risse@warstein.de.

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Gemeinschaftsaufgabe medizinische Versorgung:
Stadt und Ärzteschaft in der Stadt Warstein wollen eng zusammenarbeiten, damit im Stadtgebiet Warstein langfristig die wohnortnahe und vielfältige medizinische Versorgung gesichert wird
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