"Die Betroffenen oder Angehörigen kommen leider oft erst dann zu mir, wenn es eigentlich fast schon zu spät ist", erläutert Michaela Löblein-Kleine, die seit November 2025 im Sozialamt der Stadt Warstein arbeitet und die Bereiche Asylbewerberangelegenheiten sowie Pflegeberatung betreut. Sie ergänzt: "Um es bildlich auszudrücken: Sie kommen mit einem blutenden Finger zu mir und ich gebe ihnen ein erstes Pflaster und berate sie, wo sie weitere Hilfen bekommen."
Die Situationen sind sehr unterschiedlich: Kinder merken, dass ihre Eltern sich alleine nicht mehr ausreichend versorgen können; Elternteile fallen, kommen ins Krankenhaus und benötigen nach der Entlassung Hilfe; ein Elternteil benötigt einen Pflegegrad und vieles mehr. "In diesen Fällen kann ich beraten, welche finanziellen Hilfen Betroffenen und Angehörigen zustehen und wo sie beantragt werden können. Es gibt zudem die Möglichkeit, dass sich Fachleute die Wohnungen oder Häuser anschauen und erklären, welche einrichtungstechnischen oder baulichen Veränderungen vorgenommen werden können, damit Menschen möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können. Manchmal bleibt auch nur der Weg, einen Platz in einem Pflegeheim zu suchen", so Michaela Löblein-Kleine.
Sie rät allen Menschen, sich frühzeitig – idealerweise auch im Familienkreis, wenn vorhanden - Gedanken darüber zu machen, wie sie sich eine Versorgung im Alter bzw. eine Pflegebedürftigkeit vorstellen. Dazu gehöre auch, eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung zu erstellen.
Die Beratungen durch Michaela Löblein-Kleine zu Themen wie Pflegegraden, Wohnraumanpassung und Vorsorgevollmachten sind kostenlos. Es wird um vorherige Terminvereinbarung gebeten unter m.loeblein-kleine@warstein.de oder Telefon 02902-81243.



