Bei dem Verfahren werden sogenannte Schlauchliner, bestehend unter anderem aus Glasfasergewebebahnen, in den bestehenden Kanal eingeführt und anschließend unter Druck an die Innenwand des bestehenden Rohres gepresst und ausgehärtet. Dadurch entsteht im bisherigen Kanal ein neuer und dauerhaft dichter Kanal. Da die vorhandenen Kanäle begehbar sind, müssen teilweise die oberen Bereiche einzelner Schächte zurückgebaut werden, um das Material einbringen zu können. Nach dem Einzug wird der Schlauchliner an Start- und Zielschacht mittels sogenannter Packer luftdicht verschlossen und fixiert.
"Vorteile dieser Technik sind unter anderem kürzere Bauzeiten, reduzierte Lärm- und Staubentwicklungen sowie die Schonung von Straßen, Gehwegen und Grünbereichen", erklärt Jawad Kayed, Projektleiter der Stadtwerke Warstein. Es sind weniger Erdarbeiten nötig und die Lebensdauer der Kanalisation wird nachhaltig verlängert.
Die vorbereitenden Arbeiten beginnen am kommenden Dienstag, 12. Mai, das eigentliche Einziehen der sogenannten Liner startet voraussichtlich am Montag, 18. Mai. Die Gesamtmaßnahme soll bis Anfang Juni abgeschlossen sein.
Größere Einschränkungen wird es für Verkehrsteilnehmer nicht geben, da sich die Arbeiten überwiegend im Gehwegbereich befinden. Die während der Maßnahme notwendige oberirdische Abwasserüberleitung erfolgt über eine temporär installierte Rohrbrücke. Diese führt sowohl über die B55, als auch über die Zufahrt der Firma Jungeblodt. Die Erreichbarkeit des Jungeblodt- Betriebsgeländes wird dauerhaft gegeben sein.
Durchgeführt wird das Inliner-Verfahren von der Firma AARSLEFF Rohrsanierung GmbH.




