Pressemeldung

Vorbereitet auf außergewöhnliche Situationen - Yvonne Deimel von Sachgebiet Sicherheit und Ordnung bot wichtige Informationen für den Ernstfall

Die Themen Krisen und Katastrophen möchten die meisten am liebsten verdrängen – doch immer mehr Menschen wollen auch in solchen Zeiten handlungsfähig bleiben. Wohl aus diesem Grund traf das Angebot eines Krisenvorsorge-Infoabends auf reges Interesse: Gut 80 Bürgerinnen und Bürger konnte Bürgermeister Maximilian Spinnrath begrüßen. Yvonne Deimel, bei der Stadt Warstein zuständig für Krisen-, Katastrophen- und Zivilschutz, startete im Anschluss ihren ebenso sachlichen wie kurzweiligen Vortrag.

"Es ist uns wichtig, als Stadt dazu beizutragen, dass möglichst viele Menschen informiert sind, wie sie sich und ihre Familien auf außergewöhnliche Situationen vorbereiten können. Gute Vorsorge schafft Sicherheit, stärkt die Eigenverantwortung, entlastet unsere Einsatzkräfte und macht unsere Stadt insgesamt widerstandsfähiger", unterstrich Bürgermeister Maximilian Spinnrath in seiner Begrüßung.

Yvonne Deimel ergänzte: "Heute Abend geht es nicht um Behördenstrukturen. Es geht um das, was Sie selbst zuhause tun können." Dass Extremfälle durchaus auch hier direkt vor unseren Haustüren passieren können, machte sie mit der Aufzählung einiger Ereignisse der letzten Jahre deutlich: Die Corona-Pandemie, der Tornado in Lippstadt 2022, das Weihnachtshochwasser 2023, der Stromausfall in Echthausen 2025 oder die Bombenentschärfung im Lipperbruch im Mai diesen Jahres.

Bei einem (großflächigen) Stromausfall gibt es auch keine Heizung, keinen Elektroherd zum Kochen, keinen Mobilfunk und der Straßenverkehr wird beeinträchtigt, unter anderem, weil Ampeln ausfallen. "Wer am dringendsten Hilfe braucht, hat kein Telefon, um sie zu rufen", erläuterte Yvonne Deimel. Das Bundesamt für Katastrophenschutz empfiehlt, dass sich jeder Haushalt zehn Tage lang mit Wasser, Essen, Medikamenten und Hygiene-Artikeln versorgen kann. "Aber auch ein Vorrat von drei Tagen hilft schon – fangen Sie an und bauen Sie schrittweise auf”, so Deimel, die im weiteren Verlauf auch über Warnmöglichkeiten wie die Sirenen-Töne, verschiedene Warn-Apps und persönliche Warnketten durch Familie, Freunde und Nachbarn informierte.

Wenn diese Wege durch einen Stromausfall wegfallen, bleibt die Möglichkeit, sich über ein batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio, Bürgerfunk oder Autoradio zu informieren. Anlaufstellen in absoluten Notsituationen sind die so genannten "Leuchttürme” und "Meldestellen", ein entsprechender Info-Flyer ist im Rathaus an der Infothek erhältlich.

Weitere Themen waren verlässliche Informationen von Falschnachrichten unterscheiden, die Bevorratung von Lebensmitteln ebenso wie die Zubereitung ohne Strom und schließlich das Notgepäck. "Es ist nachts um drei, Sie haben fünf Minuten, um das Haus zu verlassen – was nehmen Sie mit?", war eine Frage, die an dem ansonsten ruhigen Abend doch ein wenig Stress aufkommen ließ. Yvonne Deimel riet an dieser Stelle eindringlich zum Anlegen einer Dokumentenmappe, in der alle Dokumente zu Themen wie Identität, Besitz, finanzielle Ansprüche, Qualifikationen, Rechte und persönlich Wichtiges wie beispielsweise Testamente eingeheftet sind – am besten mit einer digitalen Kopie in einer sicheren Cloud, einer Festplatte oder einem USB-Stick. Ein vorgepackter Notfallrucksack hilft im Ernstfall wertvolle Zeit zu sparen.

Abschließend folgte der Aufruf füreinander da zu sein und Menschen mit Beeinträchtigungen sowie Kindern zu helfen. Stefan Redder, 1. Beigeordneter, Stadtkämmerer und Leiter des Stabes für außergewöhnliche Ereignisse (SAE): "Die wichtigste und schnellste Hilfe kommt meist aus der Nachbarschaft. Bis zum Eintreffen der Einsatzwagen, können dann schon die ersten wirkungsvollen Hilfemaßnahmen umgesetzt werden."

Wer an dem Infoabend nicht teilnehmen konnte, kann sich Infomaterial im Rathaus nahe der Infothek abholen. Der zugrunde liegende BBK-Ratgeber "Vorsorgen für Krisen und Katastrophen" steht auch unter www.bbk.bund.de/vorsorge kostenfrei zum Download bereit.

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Infoabend zum Thema Krisenvorsorge:
Der Große Bürgersaal des Rathauses war voll besetzt, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten in dem Vortrag von Yvonne Deimel viele wertvolle Informationen
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