"Krisen- und Katastrophenvorsorge ist kein Thema, mit dem man sich gerne beschäftigt – gerade deshalb darf es nicht aus dem Blick geraten. Als Stadt möchten wir für dieses wichtige Thema sensibilisieren und dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen wissen, wie sie sich und ihre Familien auf außergewöhnliche Situationen vorbereiten können. Gute Vorsorge schafft Sicherheit, stärkt die Eigenverantwortung, entlastet so unsere Einsatzkräfte und macht unsere Stadt insgesamt widerstandsfähiger", erklärt Bürgermeister Maximilian Spinnrath.
Referentin des Abends ist Yvonne Deimel, bei der Stadt Warstein zuständig für Krisen-, Katastrophen- und Zivilschutz. Sie bringt zugleich langjährige Einsatzerfahrung mit: Für den Kreis Soest ist sie ehrenamtlich Verbandführerin der Hilfsorganisationen und gehört dem Krisenstab des Kreises als Fachberaterin der Hilfsorganisationen an. Beim Malteser Hilfsdienst ist sie im Einsatzführungsdienst tätig, außerdem in der psychosozialen Notfallversorgung für Einsatzkräfte sowie im Psycho-Soziale-Unterstützungs-Team des Kreises Soest.
In dem Informationsabend stellt Yvonne Deimel den Ratgeber "Vorsorgen für Krisen und Katastrophen” des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) vor und übersetzt dessen Empfehlungen in konkrete Schritte für den eigenen Haushalt: Was gehört in ein Notgepäck? Welche Dokumente müssen griffbereit sein? Wie viel Wasser und welche Lebensmittel sollte man vorrätig haben? Und wie bleibe ich informiert, wenn Handynetz und Internet ausfallen? "Die Empfehlung des BBK lautet: Jeder Haushalt sollte sich möglichst zehn Tage lang selbst versorgen können – aber auch ein Vorrat für drei Tage hilft bereits sehr. Darauf lässt sich schrittweise aufbauen", erläutert Yvonne Deimel.
Yvonne Deimel greift zudem Themen auf, die über die reine Bevorratung hinausgehen: verlässliche von falschen Informationen unterscheiden, ohne Strom kochen und heizen, mit Ängsten und Sorgen umgehen, mit Kindern über Krisen sprechen und kleine medizinische Notfälle selbst versorgen.
Ein zentraler Gedanke zieht sich durch den ganzen Abend: "Im Ernstfall können Feuerwehr, Rettungsdienst und Hilfsorganisationen nicht allen gleichzeitig helfen. Gefragt ist deshalb beides – die eigene Vorsorge und die Bereitschaft, in der Nachbarschaft Hilfe anzubieten, wo sie gebraucht wird. Wer vorbereitet ist, entlastet zugleich die Einsatzkräfte, die sich dann um diejenigen kümmern können, die sich nicht selbst helfen können", so Yvonne Deimel.
Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit für Fragen und zum Gespräch. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen; Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.
Um Anmeldung wird gebeten – aus organisatorischen Gründen, damit ausreichend Sitzplätze bereitstehen. Anmeldungen sind bis Dienstag, 11. August 2026, per E-Mail an ordnungsamt@warstein.de möglich.



