Betroffenheit prüfen

Starkregen- und Hochwasser App (HKC) 
Anfrage bei der Stadt Warstein (Formular)

Im Rahmen eines Starkregenvorsorgekonzepts können Grundstückseigentümer:innen eine kostenfreie Auskunft für ihr Grundstück anfordern. Dabei erhalten sie individuelles Kartenmaterial, das ein Luftbild sowie einen Ausschnitt aus der Starkregengefahrenkarte umfasst. Auf diese Weise gewinnen sie einen detaillierten Überblick über mögliche Überflutungsrisiken durch Starkregen auf ihrem Grundstück.
Für die Beantragung füllen Sie bitte das hier verlinkte Online-Formular aus. Nach dem Absenden wird Ihr Antrag an die zuständige Stelle weitergeleitet und geprüft. Die Unterlagen werden Ihnen anschließend per Post oder E-Mail zugesandt.
Bitte beachten Sie, dass eine Antragstellung nur durch die jeweilige Eigentümerin bzw. den jeweiligen Eigentümer möglich ist und ausschließlich für Grundstücke innerhalb der Stadt Warstein gilt.
 

Die Verantwortung für den Schutz gegen Überflutung im Haus ist zwischen der kommunalen Verwaltung und den privaten Eigentümer:innen aufgeteilt. Die Elemente des Überflutungsschutzes umfassen:

  • Das Kanalnetz
  • Gewässer
  • Grünflächen
  • Straßenflächen
  • Objektschutz

Den jeweiligen Bereichen sind unterschiedliche Akteur:innen zugeordnet:

  • Der Entwässerungsbetrieb
  • Die Wasserwirtschaft
  • Die Stadt- und Grünplanung
  • Der Straßenbau
  • Die Eigentümer:innen

Dabei trägt die Kommune die Verantwortung für Schutzmaßnahmen bis zur Grundstücksgrenze, während die Eigentümer:innen für den Schutz auf dem eigenen Grundstück zuständig sind. 
Zu den Möglichkeiten, sich vor Schäden durch Starkregen zu schützen, zählen unter anderem die Flächenvorsorge, die Bauvorsorge und die Verhaltensvorsorge. Die Stadt trägt eine besondere Verantwortung im Umgang mit Starkregenereignissen; dennoch sind private Eigentümer dafür verantwortlich, Schutzmaßnahmen für ihre Gebäude und Grundstücke zu ergreifen. Um die Gefährdung der eigenen Immobilien zu verringern, können Bauvorsorge und Objektschutzmaßnahmen unternommen werden.

Grundsätzlich kann jede Region und jedes Bauwerk von Starkregen betroffen sein. Dennoch gibt es bestimmte Lagen, die ein erhöhtes Risiko aufweisen. Dazu zählen:

  • Grundstücke in der Nähe von Gewässern 
  • Flächen in Senken oder Geländetiefpunkten 
  • Hanglagen, in denen Wasser schnell abfließen kann 
  • Dicht bebaute Gebiete mit hohem Versiegelungsgrad 

In Hanglagen kann sich abfließendes Wasser zu sogenannten Sturzfluten entwickeln, die mit hoher Geschwindigkeit große Wassermengen transportieren. In tiefer gelegenen Bereichen sammelt sich das Wasser und kann dort erhebliche Schäden verursachen.
Besonders gefährdet sind zudem bestimmte Gebäudeteile und Infrastrukturen, darunter:

  • Keller, Souterrainwohnungen und Tiefgaragen 
  • Unterführungen, Tunnel und U-Bahnhöfe 
  • Gebäude ohne ausreichende Bordsteinkanten 
  • Räume ohne Rückstausicherung 
  • Gebäude mit ebenerdigem Zugang oder bodentiefen Fenstern 

Auch die Bodenbeschaffenheit spielt eine Rolle: Versiegelte Flächen verhindern das Versickern von Wasser, während ausgetrocknete Böden nach längeren Hitzeperioden ebenfalls nur begrenzt Wasser aufnehmen können.

Zur Bewertung von Gefahren stehen verschiedene Karten und Tools zur Verfügung.

Hochwassergefahren- und -risikokarten zeigen, welche Flächen bei Flusshochwasser betroffen sein können und wie hoch das Wasser voraussichtlich steht. Sie unterstützen sowohl Kommunen bei der Planung als auch Bürgerinnen und Bürger bei der Einschätzung ihres Risikos.
Sturzflutgefahrenkarten stellen dar, wie sich Wasser bei Starkregen über die Oberfläche bewegt. Sie geben Auskunft über:

  • Wassertiefen
  • Fließgeschwindigkeiten
  • Abflussrichtungen 

Diese Karten basieren auf Modellberechnungen und verschiedenen Regenszenarien. Dabei ist zu beachten:

  • Reale Ereignisse können von den dargestellten Szenarien abweichen 
  • Modelle können die tatsächlichen Gegebenheiten nicht vollständig abbilden 
  • Kleinräumige Strukturen sind nicht immer berücksichtigt 

Auch weniger intensive Regenfälle können bereits Schäden verursachen.

Die Sturzflutgefahrenkarten zeigen die Wassertiefen, die Fließgeschwindigkeiten und die Fließrichtungen von oberflächlich abfließendem Wasser infolge von Starkregenereignissen. Dafür werden Szenarien mit unterschiedlicher Niederschlagshöhe und -dauer betrachtet. Da Niederschlagsintensitäten nie gleichverteilt sind, wird einen Index angewendet, der nach einer einheitlichen Methodik zur Charakterisierung von Starkregen entwickelt wurde.

Menü