Informiert bleiben

=> kann überall auftreten

=> tritt überraschend auf

=> kann über verschiedene Wegen in das Haus eindringen

Starkregen bezeichnet Niederschlagsereignisse, bei denen innerhalb kurzer Zeit große Wassermengen fallen. Solche Ereignisse treten besonders häufig in den Sommermonaten, insbesondere zwischen Juni und August, auf. Mit steigenden Temperaturen kann die Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Wenn warme und kalte Luftmassen aufeinandertreffen, kondensiert die Feuchtigkeit rasch und führt zu intensiven, meist lokal begrenzten Regenfällen. Deswegen ist Starkregen räumlich schwer vorherzusagen und kann, im Gegensatz zu Hochwasser, grundsätzlich überall auftreten. Im Zuge des Klimawandels ist zu beobachten, dass sowohl die Häufigkeit als auch die Intensität solcher Ereignisse zunehmen. Neben Starkregen werden auch andere Extremwetterlagen wie Hitzewellen und Stürme künftig voraussichtlich häufiger auftreten.

Die Schadensfolgen von Starkregen und Sturzfluten für Betroffene können oft dramatischer sein als die von Flusshochwasser. Obwohl solche Ereignisse mittlerweile rund 50 Prozent der Überschwemmungsschäden in Deutschland verursachen, haben sie im öffentlichen Gefahrenbewusstsein einen geringeren Stellenwert (BBK, 2025, Unterschätzte Risiken von Starkregen und Sturzfluten). Im Gegensatz zu Hagel führt Starkregen nicht zwangsläufig zu Schäden, sondern wird erst ab bestimmten Schwellenwerten problematisch und kann dann in Form von Sturzfluten auftreten. Viele Menschen haben Starkregen bereits erlebt, ihn jedoch häufig nicht bewusst wahrgenommen oder nur im Zusammenhang mit Gewittern registriert. 

Eine einheitliche Definition für Starkregen existiert nicht. Der DWD spricht beispielsweise von Starkregen, wenn innerhalb einer Stunde etwa 15 bis 25 Liter pro Quadratmeter oder innerhalb von sechs Stunden rund 20 bis 35 Liter pro Quadratmeter Niederschlag erwartet werden.

Für ein Grundstück von 200 Quadratmetern entspricht dies etwa 20 bis 33 Badewannen Wasser innerhalb einer Stunde.

Der DWD warnt deswegen vor Starkregen in 3 Stufen (wenn voraussichtlich folgende Schwellenwerte überschritten werden)

  • Markante Wetterwarnung: Regenmengen 15 bis 25 l/m² in 1 Stunde oder 20 bis 35 l/m² in 6 Stunden 
  • Unwetterwarnung: Regenmengen > 25 bis 40 l/m² in 1 Stunde oder > 35 bs 60 l/m² in 6 Stunden 
  • Warnung vor extremen Unwetter: Regenmengen > 40 l/m² in 1 Stunde oder > 60 l/m² in 6 Stunden 

Wenn sich Regenwasser oberflächlich sammelt und unkontrolliert abfließt, spricht man von einer Sturzflut. Diese unterscheidet sich von Hochwasser, das durch das Übertreten von Flüssen entsteht. Übergänge zwischen beiden Phänomenen sind jedoch fließend.
Auch kleinere Gewässer können infolge lokaler Starkniederschläge anschwellen und Schäden verursachen. Während Starkregen meist lokal begrenzt ist, entstehen klassische Hochwasserlagen häufig durch länger anhaltende und großräumige Niederschläge.

=> wird unterschätzt

=> kann durch starke Niederschläge ausgelöst werden

=> kann zur Kontamination führen

Das öffentliche Kanalnetz kann eine begrenzte Menge an Wasser aufnehmen, sodass es bei Starkregenereignissen überlastet sein kann. In solchen Fällen gelangt das Wasser über die Hausanschlüsse wie Waschbecken, Toiletten, oder Bodenabläufe in das Haus. Dadurch können sowohl durch den steigenden Wasserstand als auch durch Verunreinigungen erhebliche Schäden entstehen.

Das öffentliche Kanalnetz ist nach den geltenden technischen Standards dimensioniert und kann übliche Niederschlagsmengen bewältigen. Extreme Starkregenereignisse überschreiten jedoch häufig diese Kapazitäten.
Ein vollständiger Ausbau der Kanalisation für solche Extremfälle wäre wirtschaftlich nicht sinnvoll und würde erhebliche Kosten verursachen. Zudem fällt bei Starkregen oft so viel Wasser in kurzer Zeit an, dass ein Teil davon gar nicht in die Kanalisation gelangt, sondern direkt oberflächlich abfließt.
Daher ist es notwendig, Überflutungen in bestimmten Bereichen zeitweise zu akzeptieren und ergänzend auf Gebäude- und Infrastrukturschutz zu setzen.

Die Entwässerungssatzung der Stadt Warstein legt Handlungsbedarfe für private Eigentümer dar; dabei ist  §13, Absatz 3 besonders von Bedeutung (Entwässerungssatzung der Stadt Warstein).

=> entsteht durch Niederschläge und Schneeschmelze

=> kann auch in kleineren Gewässern entstehen

=> die Vorwarnzeit ist sehr kurz

Nach starken Niederschlägen kann sich die Wassermenge in Flüssen und Bächen deutlich vervielfachen. Steigende Pegelstände in Kombination mit hohen Strömungsgeschwindigkeiten führen häufig zu Überschwemmungen, die Gebäude und Infrastruktur erheblich beschädigen können. Die Zeitspanne zwischen der Entstehung eines Hochwassers und seinem Eintreffen – also die Vorwarnzeit – fällt dabei umso kürzer aus, je kleiner das Gewässer ist.

=> Ist eine unsichtbare Bedrohung

=> kann die Sicherheit des Hauses gefährden

=> Gebäuden in Mulden oder Tallagen sind besonders betroffen

Bei länger anhaltendem Hochwasser kann der Grundwasserspiegel unter Umständen bis zum Gebäude heransteigen. Infolgedessen kann Wasser durch Wände oder das Fundament ins Innere eindringen, und der entstehende Druck kann die Stabilität des Bauwerks beeinträchtigen. Betroffen sein können auch weiter vom Gewässer entfernte Bereiche, die normalerweise nicht als hochwassergefährdet gelten. Aufgrund dieser oft unauffälligen Entwicklung wird Grundhochwasser als „stille Gefahr“ bezeichnet. Besonders Gebäude in Senken oder Tallagen weisen dabei ein erhöhtes Risiko auf.
 

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