Die Ausstellung "Ermordet, Verscharrt, Verdrängt" zur Erinnerung an das SS-Massaker im Arnsberger Wald im Jahr 1945 wurde am Donnerstag, 20. März, mit großer Resonanz im Haus Kupferhammer in Warstein eröffnet. Anlässlich des 80. Jahrestages des tragischen Ereignisses versammelten sich zahlreiche Gäste zur Eröffnung, die bereits im Vorfeld ausgebucht war. Auch der Live-Stream der Veranstaltung stieß auf reges Interesse und ermöglichte es, das wichtige Gedenken einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Die Ausstellung ist eine Kooperation der Stadt Warstein, des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), der Stadt Meschede sowie der Freunde und Förderer des Haus Kupferhammer. Sie ist vom 20. März bis zum 6. April 2025 im Haus Kupferhammer zu sehen und bietet neben historischen Exponaten auch multimediale Angebote wie Filmvorführungen und Fachvorträge. Der Besuch der Ausstellung ist kostenfrei.
Zur Eröffnung hielten Dr. Marcus Weidner vom LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte in Münster und Dr. Manuel Zeiler von der LWL-Archäologie für Westfalen in Olpe eindrucksvolle Vorträge. Beide Referenten beleuchteten das Massaker und seine Folgen aus verschiedenen Perspektiven und trugen damit zur Vertiefung des Verständnisses dieses düsteren Kapitels der Geschichte bei.
"Die Ausstellung ist nicht nur ein Gedenken an die Opfer, sondern auch ein Appell, dass solche Verbrechen nie wieder geschehen dürfen. Es ist ein wichtiger Beitrag, die Erinnerung wachzuhalten und die Geschichte weiterzugeben", betonte Bürgermeister Thomas Schöne.
Foto: Kevin Sina
BU: Die Ausstellung "Ermordet, Verscharrt, Verdrängt" wurde mit großer Resonanz im Haus Kupferhammer in Warstein eröffnet.
Von rechts, Dr. Lukas Grawe (Archivar Stadt Warstein), Dr. Marcus Weidner (LWL-Institut) Dr. Thomas Schöne (Bürgermeister) und Dr. Manuel Zeiler (LWL-Archäologie).