Pressemeldung

Krisen entstehen plötzlich, deshalb: Gut vorbereitet sein - Stadt Warstein gibt Tipps, wie sich die Bürgerschaft etwa bei Stromausfall schützen kann

Der Schutz kritischer Infrastrukturen wie die Strom-, Gas- oder Wasserversorgung ist in den vergangenen Monaten wieder verstärkt in den Fokus gerückt. Die Stadt Warstein erklärt, welche Vorsorge die Stadt getroffen hat, und gibt Hinweise, was die Bürgerschaft selbst zu ihrem Schutz tun kann.

Was funktioniert ohne Strom nicht?

Wie kürzlich in Berlin zu beobachten, ist das tägliche Leben in hohem Maße von der Stromversorgung abhängig. Wird diese unterbrochen, gibt es kein Licht, keine Heizung, Geschäfte können nicht öffnen, Geräte wie Kühlschränke oder Gefriertruhen fallen aus, Radios funktionieren lediglich über Batteriebetrieb. "Bürgerinnen und Bürger können und sollten für solche Situationen Vorsorge treffen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe rät, einen Lebensmittel- und Wasservorrat für zehn Tage vorzuhalten, mindestens aber für drei Tage", unterstreicht Stefan Redder, 1. Beigeordneter und Stadtkämmerer. Der neuen Ratgeber des Bundesamtes "Vorsorgen für Krisen und Katastrophen" steht auf der Webseite des BBK unter www.bbk.bund.de zum Download. Darüber hinaus ist es wichtig, dass sich die Menschen vernetzen und in einer Krisensituation auch auf ihre Nachbarn bzw. alle Hilfebedürftigen achtgeben. 

"Gerade in außergewöhnlichen Lagen zeigt sich, wie wichtig Zusammenhalt, gegenseitige Rücksichtnahme und Vertrauen in funktionierende Strukturen sind. Eine verlässliche Vorbereitung stärkt die Handlungsfähigkeit jedes Einzelnen und damit auch die Sicherheit unserer gesamten Stadt. Wenn wir vorbereitet sind und aufeinander achten, können wir auch schwierige Situationen gemeinsam bewältigen", ergänzt Bürgermeister Maximilian Spinnrath.

Wie können Bürgerinnen oder Bürger in Not Hilfe erhalten, wenn Telefon- und Handynetze ausfallen?

Im Ernstfall übernehmen die Feuerwehrhäuser Warstein, Belecke, Allagen und Hirschberg die Funktion von so genannten "Leuchttürmen". "Sie sind 24 Stunden am Tag mit Feuerwehrkräften besetzt, die sofort ausrücken können. Darüber hinaus verfügen sie über eine Notstromversorgung und bleiben per Analog-Funk mit anderen wichtigen Stellen verbunden", erläutert Josef Pieper, Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste. Weiterhin werden in den Ortschaften Suttrop, Sichtigvor und Waldhausen Meldestellen eingerichtet, die rund um die Uhr besetzt sind. Tritt beispielsweise ein medizinischer Notfall ein oder bricht ein Feuer aus, kann die Bürgerschaft die Leuchttürme und Meldestellen zu Fuß oder per Fahrzeug erreichen und Hilfe anfordern. Donat Ahle, Leiter der Feuerwehr der Stadt Warstein, betont: "Die Hilfsorganisationen können nicht sofort überall zur gleichen Zeit sein, dafür bitten wir schon jetzt um Verständnis. Es versteht sich von selbst, dass wir keine Stromerzeuger zur Verfügung stellen können, wir benötigen unsere Ausrüstung zur Gefahrenabwehr. Großgeräte werden für Aufrechterhaltung kritischer Infrastruktur genutzt." Der Flyer "Bevölkerungsschutz: Was tun, wenn Notruf 112 ausfällt?" steht im Folgenden zum Download (https://kurzlinks.de/a2b8).

Wärme, Licht und Essen auch ohne Strom?

Alle Haushalte sollten Kerzen oder Taschenlampen vorhalten, um sich bei Stromausfällen orientieren zu können. Bei auskühlenden Räumen mehrere Lagen Kleidung übereinander anziehen oder Decken sowie Schlafsäcke benutzen. Batteriebetriebene Radios oder Kurbel-Radios sorgen für Informationen. Getränke oder einfache Speisen können auf einem Stöfchen mit Teelicht oder mit einem Campingkocher erwärmt werden – aber Achtung: Nicht in geschlossenen Räumen verwenden, es besteht die Gefahr einer Kohlenmonoxid-Vergiftung.

Kann die Stadtverwaltung bei einem Stromausfall weiterarbeiten?

Im Falle eines längeren Stromausfalls tritt automatisch der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) der Stadt Warstein zusammen und wird alle notwendigen Maßnahmen einleiten. Damit die Arbeitsfähigkeit gewährleistet bleibt, hat die Stadt mehrere Notstromaggregate angeschafft. Die wichtigsten Aufgaben, wie die Arbeit des Krisenstabs, der Jugendhilfe oder des Ordnungsamtes, können damit aufrechterhalten werden.

Wird auch die Wasserver- und -entsorgung durch einen Stromausfall beeinträchtigt?

Auch die Stadtwerke haben Notstromaggregate angeschafft, so dass im Falle eines Stromausfalls die Hebestellen betrieben werden können. Allerdings nicht alle gleichzeitig, sondern eher reihum. Bei einem länger andauernden Stromausfall sinken über kurz oder lang die Verbräuche, da ja Heizungen und somit die Warmwasserversorgung nicht funktionieren.

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BBK hat neuen Ratgeber herausgegeben:
Lebensmittel- und Wasservorrat für zehn Tage vorhalten, mindestens aber für drei Tage
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